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Kyritz Aus diesem Grund verkleideten sich in Kyritz auch dieses Jahr viele Kinder als Sternsinger
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Aus diesem Grund verkleideten sich in Kyritz auch dieses Jahr viele Kinder als Sternsinger
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11:30 29.12.2019
Gerda Rauhöft (2.v.l.) begleitete wieder Philipp Schneider (l.) als Balthasar sowie Helene (r.) als Kaspar und Julius Schick als Melchior. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Karneval ist noch ein Weilchen hin, und ein Blick in den Kalender macht ebenso klar: Wer da dieser Tage in bunten Gewändern auf den Straßen von Kyritz und auch der weiteren Umgebung des katholischen Sprengels Kyritz-Rhinow unterwegs ist, das sind die Sternsinger. Seit ihrer Entsendung am zweiten Weihnachtsfeiertag verbreiten sie wieder ihr Zeichen als Segen. Es lautet aktuell „20*C+M+B+20“. Oder auch Christus mansionem benedicat, sprich: Christus segne dieses Haus in diesem Jahr 2020.

Rund um den Dreikönigstag, den 6. Januar, sind Sternsinger in ganz Deutschland unterwegs. In der Region sind, in die Gewänder der drei Könige gehüllt, derzeit neun Gruppen unterwegs. Sie sammeln Spenden für Kinder in Not und beteiligen sich damit auch in diesem Jahr an der Aktion des Dreikönigssingens.

Das Motto: „Frieden! Im Libanon und weltweit“

Das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ ist das Kinderhilfswerk der katholischen Kirche in Deutschland. Seit 1959 organisiert es die Aktion immer mit anderem Schwerpunkt. Ging es 2016/17 um den Klimawandel, stand 2017/18 das Thema Kinderarbeit im Mittelpunkt. Motto: „Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit“. 2019 lautete es beim 61. Dreikönigssingen: „Wir gehören zusammen in Peru und weltweit.“ Jetzt heißt die Aktion 2020 „Frieden! Im Libanon und weltweit“.

Die Sternsinger kürzlich im Laden von Fotografenmeister Konstantin Normann (l.) in Kyritz. Quelle: Matthias Anke

„Das Land Libanon wird in der Bibel oft erwähnt. Heute leben die Menschen dort in großen Spannungen“, erklärt es die Kyritzer Sternsinger-Koordinatorin Franziska Kieper im aktuellen Pfarrbrief: „Das libanesische Volk ist in sich schon sehr verschieden, und es nimmt zusätzlich viele flüchtende Menschen aus Kriegsgebieten auf. Das geht oft bis an die Grenzen der Kräfte und darüber hinaus. Trotzdem finden im Libanon Menschen zusammen, die an die friedensstiftende Kraft der Begegnung glauben und aufeinander zugehen.“

Weltweit größte Solidaritätsaktion

Und weiter: „Wenn unsere Sternsinger in den Straßen unserer Gemeinden unterwegs sind, weisen sie auf die Flüchtenden und Leidenden dieser Welt hin, auf die Menschen aus fremden Ländern mit verschiedenen Hautfarben, Sprachen und Kulturen. Durch ihre Besuche in den Häusern bitten sie auch die Menschen hierzulande, sich den Fremden zu öffnen, ihnen gut zu begegnen und mit ihnen eine neue Gemeinschaft zu bilden.“

Das Dreikönigssingen ist die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren. Rund 1,14 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, und mehr als 74 400 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt.

Großes Gebiet von Kyritz bis Rhinow

Die Aktion endet in Kyritz, wo in den vergangenen Jahren stets zwischen 3500 und 4000 Euro zusammenkamen, am 12. Januar mit einem Gottesdienst.

Der Segen „20*C+M+B+20“ bedeutet Christus mansionem benedicat, sprich: Christus segne dieses Haus in diesem Jahr 2020. Quelle: Matthias Anke

Das Gebiet ist schließlich groß: Als erstes war das Kyritzer Stadtzentrum an der Reihe. Gerda Rauhöft begleitete dort wieder Philipp Schneider als Balthasar dabei sowie Helene als Kaspar und Julius Schick als Melchior.

Unterdessen war in Zernitz Franziska Jung mit Kindern unterwegs. Tags darauf standen Neustadt, Bückwitz und Wusterhausen auf dem Plan.

In den nächsten Tagen sind weitere Orte an der Reihe

Am Freitag, 3.  Januar, soll es durch Kyritz-Ost gehen mit Franziska Kieper, und dann werden Berlitt und Wilhelmsgrille von der Gruppe um Rosi Kroggel besucht.

Barenthin, Gumtow, Bärensprung, Kunow, Breddin und Beckenthin fehlen ebenso nicht.

In Rhinow ist Jürgen Schindler-Clausner unterwegs.

Am Sonnabend, 4. Januar, folgen Brüsenhagen und Schönebeck unter Begleitung von Sebastian Leipold. Nach Vettin, Vehlow und Kolrep ist am 7. Januar traditionell auch noch das Rathaus in Kyritz an der Reihe, ehe die letzten Besuche in Drewen und Gantikow erfolgen.

Von Matthias Anke

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