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Kyritz Neue Infotafel: Aus diesen guten Gründen ist der Mühlenteich bei Bork so schützenswert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Neue Infotafel: Aus diesen guten Gründen ist der Mühlenteich bei Bork so schützenswert
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14:52 15.01.2020
Der Mühlenteich bei Bork ist eines von landesweit 600 Natura-2000-Gebieten. Quelle: Matthias Anke
Bork

Gut ein Jahr, nachdem diverse Naturschutzgebiete in der Region von Fachleuten neu erfasst wurden und sogenannte Managementpläne als Handlungspapiere für den weiteren Schutz dieser Areale vorgelegt wurden, wird dies für die Öffentlichkeit jetzt noch greifbarer: Am Mühlenteich bei Bork ganz im Norden des Kyritzer Obersees weist eine Infotafel auf die Besonderheiten des Gebietes hin.

Im Landkreis gibt es 46 solcher Schutzgebiete

Schließlich handelt es sich um kein gewöhnliches Naturschutzgebiet, sondern eines mit dem Zusatz „Natura 2000“. Es ist das weltweit größte grenzübergreifende Schutzgebiet, zu dem im Landkreis 46 Zonen gehören, etwa das im Norden des Kyritzer Stadtgebiets liegende Postluch Ganz, das Areal „Bärenbusch“ im Westen Wusterhausens, das Südufer des Ruppiner Sees sowie die Oberheide bei Wittstock und das Obere Temnitztal.

In ganz Brandenburg gibt es 600 Natura-2000-Gebiete. Allerorten sind dabei in bestimmten Abständen der vor Jahren mal erfasste Status mit der heute vorhandenen Tier- und Pflanzenwelt abzugleichen.

Infotafel stellt den symbolischen Projektabschluss dar

In Bork soll nun die Infotafel „auf die Schönheit und Einzigartigkeit des Natura 2000-Gebiets hinweisen“, heißt es seitens der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg, die mit der Erstellung der Managementpläne beauftragt worden war. Infoveranstaltungen wurden organisiert sowie Exkursionen und Treffen von Arbeitsgemeinschaften rund um solche Flora-Fauna-Habitate.

„Der Mühlenteich gehört zum Europäischen Schutzgebietsnetz Natura 2000, weil hier gefährdete Arten und Lebensraumtypenvorkommen“, erklärt Arne Lüder von der Stiftung: „Mit der Errichtung der Tafel schließen wir das Projekt in diesem Gebiet ab.“

Auf den Mühlenteich bei Bork als Natura-2000-Schutzzone weist jetzt dieses Schild hin. Quelle: Matthias Anke

Marode Holzbrücke und Müll rund um den Parkplatz

Viele verschiedene Akteure waren an dem Planungsprozess beteiligt, unter anderem der Heimatverein Kyritz, der die Geschichte des Mühlenteichs für die Infotafel zusammengefasst hat, sowie der ehrenamtliche Naturschützer Andree Kienast. Er hofft, dass die Tafel dazu beiträgt, dass das Gebiet auch von Anglern und anderen Besuchern besser hinterlassen wird.

„Es wäre schön, wenn die Umsetzung des Plans vorangeht und der Rundweg um den Teich mit der Erneuerung der Holzbrücke in Angriff genommen wird“, sagt Kienast.

Der Managementplan habe zudem gezeigt, dass insbesondere im Süden parkende Autos und Müll die Ufervegetation des Mühlenteichs sowie für die umgebenden Wälder beeinträchtigen. Dort könne das Schild fortan helfen, die Besucher zu sensibilisieren.

Managementplan gibt auch jagdliche Hinweise

Und: Im Gebiet wurden Biber und Fischotter nachgewiesen. Damit die Fischotter nicht zu Schaden kommen, sollten bei der Fallenjagd auf Waschbären, die der Vogelwelt schaden, bis zu 100 Meter Abstand zum Gewässer eingehalten werden.

Neben dem Waschbär sollten auch mehr Rehe und Wildschweine gejagt werden, damit sich die Eichen- und Buchenwälder besser verjüngen können. Auch solche Empfehlungen sind im Managementplan festgeschrieben.

Der Plan sowie ein Gebietssteckbrief des Mühlenteiches, aber auch der Arbeitsstand zu allen anderen Gebieten sind einsehbar auf der Natura-2000-Internetseite der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg.

Von Matthias Anke

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