Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kyritz Kunstwerk im Kyritzer Rosengarten erneut beschmiert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Kunstwerk im Kyritzer Rosengarten erneut beschmiert
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:05 31.05.2019
Die Marmorstatue „Die Woge" im Rosengarten von Kyritz wurde erneut zum Ziel von Schmierereien. Unbekannte haben das Kunstwerk mit Farbe besprüht. Quelle: André Reichel
Kyritz

Die Marmorplastik „Die Woge“ im Kyritzer Rosengarten ist zum wiederholten Male zum Opfer von Vandalismus geworden. Anfang April erst hatten Unbekannte der von Bildhauer Fritz Klimsch (1870-1960) geschaffenen Statue schwere Schäden zugefügt. Dabei sind einige Finger, Zehen und Teile der Nase abgeschlagen worden.

Diesmal wurde die Statue mit Farbe besprüht. An Kopf, Hals und Rücken wurde hierbei von den Unbekannten neongrüne Farbe verwendet. Der Brustbereich ist goldfarben angesprüht. Zudem wurde im Rückenbereich auf dem Sockel Papier angezündet, wodurch weiterer Schaden entstanden sein dürfte.

Auch die jüngste Tat liegt schon wieder einige Tage zurück. Bereits am vergangenen Freitagabend wurden die Schmierereien entdeckt und der Polizei gemeldet.

Bauhofchef erstattete Anzeige

Bauhofchef Manfred Nitsche erstattete Anfang der Woche Anzeige bei der Polizei gegen Unbekannt, als ihm der Vorfall bekannt wurde. Manfred Nitsche machte daraufhin eine Vorortbesichtigung an der „Woge“ im Rosengarten mit einem Vertreter einer Reinigungsfirma. Am kommenden Montag wird es einen Versuch geben, die Farbe von der Statue zu bekommen.

Auch der Kopf wurde beschmiert. Quelle: André Reichel

Doch allzu optimistisch ist der Bauhofchef nicht: „Marmor ist wegen seiner feinkristallinen Struktur nicht leicht zu reinigen und Schaden soll die „Woge“ dabei ja auch nicht nehmen.“

Notfalls soll eine Spezialfirma helfen

Für den Fall, dass der Versuch am Montag nicht den gewünschten Effekt erzielt, hat Manfred Nitsche schon weiter gedacht. „Dann bestellen wir eine Spezialfirma, die das macht“, sagt er.

Jedoch ist allen Beteiligten klar, dass man sich mit dem Kunstwerk im Rosengarten ernsthaft etwas einfallen lassen muss, wenn man es auch für künftige Generationen erhalten will. „Wir müssen uns dabei wohl auch Gedanken um einen neuen Standort machen“, sagte Manfred Nitsche.

Kunstwerk schon länger Ziel von Vandalismus

Zeit wird es, denn das Martyrium der „Woge“ dauert schon weit länger als ein Jahrzehnt an. Die Attacke vom April und die Farbschmierereien dieser Tage sind nur die jüngsten Ausuferungen von Vandalismus. So musste die „Woge“ im Zuge der Umgestaltung des Rosengartens in den Jahren 2010 bis 2011 erst von Restauratoren auf Vordermann gebracht werden, bevor sie an fast dem gleichen Standort wieder aufgestellt wurde. Damals war die Plastik ebenfalls schon mit Farbe übergossen worden und auch einige Teile, wie Zehen und Finger waren abgeschlagen.

Fachleute merkten seinerzeit kritisch an, dass der Marmor, aus dem die „Woge“ besteht, nicht sonderlich für den dauerhaften Aufenthalt im Freien geeignet sei. Als Lösung für dieses Problem bekommt die „Woge“ seither über die Wintermonate eine Einhausung.

Standort im Rosengarten wurde schon damals hinterfragt

Auch der Standort im Rosengarten wurde damals schon wegen der Randaleschäden hinterfragt. Jedoch blieb die Plastik nach der Restaurierung trotzdem dort, wenn auch um einige Meter näher an die Bahnhofstraße gerückt. Eine Wachsschicht schützte seitdem zwar vor Regen, doch nicht vor Vandalismus, dem sie auch im neugestalteten Rosengarten immer wieder ausgesetzt war und immer noch ist.

Seitens der Stadtverwaltung will man sich nun ernsthaft Gedanken zur Sicherung der „Woge“ machen, wie Pressesprecherin Doreen Wolf sagte. „Die Sache ist Thema nun auch bei uns im Bauamt“, so Doreen Wolf. Schnelle Entscheidungen könne man jedoch nicht erwarten, schließlich habe da auch das Denkmalamt ein entscheidendes Wörtchen mitzureden. Dies gilt auch für einen neuen, sicheren Standort.

Vielleicht wäre ja der Klostergarten eine Alternative, schließlich ist dieser abends geschlossen und somit vor Randalierern sicher.

Von André Reichel

Der Kyritzer Shantychor „De goode Winds“ ist 50 Jahre alt und feiert im November sein Jubiläum groß mit seinen Fans. Er gehört zum Seglerverein Untersee Kyritz und ist der älteste Shantychor im Altkreis Kyritz.

03.06.2019

Der Krimiautor und ehemalige Strafverteidiger Veikko Bartel aus Potsdam ist am Montag im Kyritzer Ratssaal und liest aus seinem ersten Buch vor. Darin erzählt er Geschichten von Mörderinnen.

03.06.2019

Bei einer Feierstunde wurde am Mittwoch Christian Schrinner (45) als neuer Vorsteher des Kyritzer Finanzamtes begrüßt. Seine Vorgängerin Marion Jach war bereits Mitte 2018 nach Nauen gewechselt.

29.05.2019