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Kyritz Erste Pläne für Schutzzonen liegen vor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Erste Pläne für Schutzzonen liegen vor
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13:42 12.10.2018
Der Mühlenteich zwischen Bork und Lellichow samt Umgebung ist ein FFH- und Natura-2000-Gebiet. Auch ihn nahm ein von der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg beauftragtes Planungsbüro unter die Lupe. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

Nach vielen Infoveranstaltungen, Exkursionen und Treffen von Arbeitsgemeinschaften rund um bestimmte Flora-Fauna-Habitate in Nordwestbrandenburg wurden für diese jetzt erste Handlungsempfehlungen niedergeschrieben. Die sollen helfen, jene Gebiete in ihrem Zustand zu erhalten oder gar zu verbessern, die zu den weltweit größten grenzübergreifenden Natura-2000-Schutzgebieten gehören.

Diese sogenannten Managementpläne sind im Entwurf für das im Norden des Kyritzer Stadtgebiets liegende Postluch Ganz sowie den Mühlenteich fertig sowie für das Areal „Bärenbusch“ im Westen Wusterhausens und für das Südufer des Ruppiner Sees. Die entsprechenden Unterlagen sind im Internet auf der Seite der mit der Planerstellung beauftragten Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg einsehbar (www.natura2000-brandenburg.de). Mitunter liegen sie aber auch in gedruckter Form in den jeweiligen Verwaltungen aus. Die Bürger sollen dabei Gelegenheit erhalten, weitere Anregungen zu geben oder Einwände zu erheben.

Für die Flora-Fauna-Habitate werden Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen erstellt

Beispielsweise in Kyritz: „In den vergangenen zwei Jahren wurden die für das FFH-Gebiet Mühlenteich maßgeblichen Lebensräume untersucht und im Austausch mit den regionalen Landeigentümern und Nutzern sowie Vertretern der Gemeinde und den zuständigen Behörden Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen formuliert, die in dem Managementplan festgehalten werden“, erklärt Frank Berhorn von der Stiftung Naturschutzfonds. Die Inhalte und den Zeitplan stellten die Fachleute im Juni beim Treffen der regionalen Arbeitsgruppe vor. Diskussionsergebnisse und bisherige Abstimmungen seien dann wie besprochen eingearbeitet worden.

Nun liegen die Unterlagen im Sekretariat des Kyritzer Bauamtes aus. Ansprechpartnerin ist Christiane Trapp. Fragen, Hinweise und Anregungen zum Plan können laut Frank Berhorn noch bis zum kommenden Freitag, 19. Oktober, an das mit der Erstellung des Managementplanes beauftragte Büro „Luftbild Brandenburg“ gerichtet werden. Die Adresse lautet LB Planer und Ingenieure Luftbild Brandenburg GmbH, Herr Glaser, Eichenallee 1 in 15711 Königs Wusterhausen. Telefonisch ist das Büro unter 03375/25 22 44 erreichbar. Das gleiche Prozedere gibt es bei den anderen Plänen für die Natura-Gebiete.

In der Oberheide wurden Kleine Abendsegler und Mopsfledermäuse gesichtet

Für die Oberheide bei Wittstock und das im Gegensatz zu den anderen Arealen ungleich größere Gebiet Oberes Temnitztal dauerten die Untersuchungen noch etwas länger an, bevor nun die Entwürfe erstellt werden können. „Für die Oberheide ist die Untersuchung abgeschlossen“, sagt Berhorn. Als bemerkenswert bezeichnet er das Vorkommen vom Kleinen Abendsegler und der Mopsfledermaus.

Diese sogenannten Kartierungen der Flora und Fauna helfen, alles das, was in der Natur vorhanden ist, mit dem abzugleichen, was einst dem Land Brandenburg und dann weiter Richtung EU gemeldet wurde. In der Folge werden bestimmte Maßnahmen beschrieben, wie der Zustand der jeweiligen Natur zu erhalten und womöglich zu verbessern ist. „Das sind immer nur Empfehlungen. Es wird also nicht gleich im Anschluss automatisch irgendetwas gebaut oder verändert“, erklärt Frank Berhorn. Die Auswertungen werden dazu am Ende allesamt dem Landesumweltamt vorliegen.

Der Zustand des Postluch wurde für gut befunden

Mit Blick auf den Zustand des Postluchs Ganz beispielsweise sagt Berhorn: „So wie es ist, ist es gut.“ Es werde dort nur ein Pegel installiert, um die Wasserstände besser beobachten zu können. Auch Grundstücksflächen könnten neu geordnet werden.

Im Nachbarkreis Prignitz dauern ebenso noch einige Untersuchungen an: für die Gülitzer Kohlegruben und die Weinberge bei Perleberg. Letztere seien bedeutend aufgrund des seltenen Vogels namens Ziegenmelker und der bedrohten Küchenschelle – eine Pflanze. Für die Öffentlichkeit sei wichtig zu wissen, dass sie nicht gepflückt werden soll. Sie gilt als gefährdete Art.

Von Matthias Anke

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