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Kyritz Mit dem Smartphone ins Digital-Café
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Mit dem Smartphone ins Digital-Café
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15:45 07.01.2020
Beim ersten Digital-Café innerhalb des Projektes „Diakomma" in Kyritz erklärte Lenna Fichter auch den Sägeblatteffekt. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Was ist eigentlich Fomo? Oder was bedeutet der Sägeblatteffekt? Die meisten der Besucher des ersten Digital-Cafés in Kyritz hatten keine Ahnung. Aber sie hatten ein Smartphone. Und das verriet: Mit Fomo bezeichnet man die Angst etwas zu verpassen (englisch: Fear of missing out).

Medienpädagogin erklärt den Sägeblatteffekt

Der Sägeblatteffekt entsteht, wenn man sich ständig von etwas ablenken lässt, entweder durch das Handy oder durch andere Dinge. Medienpädagogin Lenna Fichter von Berliner „Büro Blau“ erklärte beides noch viel genauer. Sie leitet das Digital-Café, dass ab sofort immer dienstags innerhalb des Projektes „Diakomma“ in dessen Räumen in der Perleberger Straße 39a stattfindet.

Smartphone wird nicht effektiv genutzt

Die meisten Besucher der Auftaktveranstaltung hatten zwar ein Smartphone, nutzen es aber längst nicht effektiv, oder kennen nicht alle Funktionen, und wollen deshalb mehr darüber erfahren. Rosemarie Wietz gehört zum Beispiel dazu. „Ich schreibe Nachrichten mit Whatsapp und kann auch fotografieren“, sagt sie. Möchte aber eigentlich noch viel mehr mit dem Telefon machen. Vom Digital-Café erhofft sie sich die richtigen Impulse dafür.

Jedermann kann teilnehmen

Willkommen in der Runde ist Jedermann, egal wie alt, egal ob mit Vorkenntnissen oder ohne, egal mit welchem Telefon. Es gibt zwei Kurse, 10 bis 12 Uhr und 16 bis 18 Uhr, jeden Dienstag. Lenna Fichter hat das Konzept des Digital-Cafés erarbeitet und zwar so, dass keine Computer dafür benötigt werden, und sie moderiert es auch. Sie zeigt Präsentationen an der Wand und arbeitet viel mit den Besuchern.

Programm bis März

Für das erste Quartal hat sie ein Programm zusammengestellt. „Wir wollen schauen, wie es ankommt und welche Themen interessieren“, sagt sie. In den kommenden Wochen geht es um viele Themen, die mit dem Internet und mit Smartphones zu tun haben, wie Cybermobbing, das Recht am eigenen Bild oder Kinder und Smartphones.

„Hier muss es Niemandem peinlich sein, wenn er mal etwas nicht weiß oder kennt“, sagt die Medienpädagogin. Die Entwicklung sei so schnelllebig, dass man nicht alles wissen könne. Aber im Digital-Café können wir uns darüber austauschen, was es alles gibt“, so Lenna Fichter.

Informationen in kleiner Runde

Das Café bietet in gemütlicher Atmosphäre in einer kleinen Runde bei einer Tasse Kaffee die Möglichkeit, sich zu informieren und ins Gespräch zu kommen. Die Themen bis März wurden bei einer Befragung im Quartier ermittelt. Nach dem ersten Quartal soll das Programm angepasst werden. „Ich denke, dass es sich dann auch inhaltlich noch einmal ändern kann“, so Lenna Fichter.

Lenna Fichter arbeitet mit Präsentationen und kommuniziert viel mit den Besuchern des Digital-Cafés. Quelle: Sandra Bels

Neue Wege zur Beschäftigung

Das Digital-Café ist eine Aktion des Sozialprojektes „Diakomma“ zur Nachbarschaftshilfe in Kyritz West. Der Name bedeutet „Digital ankommen in Arbeit“. Es soll neue Wege zur Beschäftigung eröffnen und richtet sich speziell an Langzeitarbeitslose und Menschen mit geringem Einkommen. Bei den Veranstaltungen willkommen sind aber auch alle anderen Interessenten. Kyritz erhält für die Projektlaufzeit von drei Jahren eine Summe von über 500 000 Euro vom Bundesinnenministerium, Ministerium für Bau und Heimat sowie aus dem Europäischen Sozialfonds.

Von Sandra Bels

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