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Kyritz Test: Feuerwehr kocht Kaffee mit Notstromaggregat
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Test: Feuerwehr kocht Kaffee mit Notstromaggregat
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00:25 15.04.2019
Die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke sorgte mit dem großen Stecker für den Notstrom für die Kaffeemaschine. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Wie schmeckt wohl Notstromkaffee? Diese Frage wurde jetzt im Kyritzer Feuerwehrgerätehaus beantwortet. Nicht anders als anderer Kaffee. Aber das Kochen war schon etwas besonderes, denn die Energie für die Kaffeemaschine kam nicht aus der normalen Stromleitung, sondern wurde aus einem Notstromaggregat eingespeist.

Premiere im Gerätehaus

„Das ist eine Premiere“, sagte Bürgermeisterin Nora Görke. Sie wollte sich den ersten Test des neuen Aggregats unbedingt anschauen. Die Feuerwehrleute hatten auch extra Kuchen zum frisch Gebrühten mitgebracht. Das Experiment gelang. Der Strom in der Wache wurde ausgeschaltet und das Aggregat angestellt.

Nach kurzer Zeit kam Strom an

Schon nach kurzer Zeit zeigte das Gerät an, wie viel Strom es gerade liefert. Zeugen waren unter anderem Detlef Störing und Elke Bader vom Sachbereich Feuerwehr der Gemeinde Gumtow und Wusterhausens Gemeindewehrführer Ralf Hohmann. Zusammen mit Neustadt arbeiten die Kyritzer, Gumtower und Wusterhausener im Netzwerk Feuerwehr im Kleeblatt zusammen. Von Detlef Störing war zu erfahren, dass Gumtow bereits zwei solcher Notstromaggregate hat. Ein fest installiertes und ein mobiles.

Ein fahrbarer Anhänger gehört dazu

Das Kyritzer Gerät ist transportabel und befindet sich auf einem Anhänger mit einem zulässigem Gesamtgewicht von 1800 Kilogramm. Dazu gehören eine höhenverstellbare Deichsel und eine austauschbaren Anhängerzugvorrichtung.

Die Technik ist einfach und selbst erklärend. Quelle: Sandra Bels

Fast 36 000 Euro hat die Stadt Kyritz investiert. Seit 2016 wurde darüber diskutiert, war von der Bürgermeisterin zu erfahren. Eine Firma hätte mehrere Möglichkeiten vorgestellt. „Wir haben uns dann für die fahrbare Variante entschieden“, so die Bürgermeisterin. Sie denkt, dass die Stadt für den Anfang damit erst einmal gut aufgestellt ist.

Strom für gut 17 Stunden

Mit dem Notstromaggregat können sowohl die neue als auch die alte Feuerwache im Katastrophenfall 17 Stunden lang bei 75 Prozent Last mit Strom versorgt werden. Bei voller Auslastung sind es entsprechend weniger Stunden.

Betrieben wird der Generator mit Diesel. 209 Liter passen in den Tank. „Wir arbeiten gerade mit einer Firma daran, einen Tank im Keller des Gerätehauses zu installieren“, so André Eichhorn, Feuerwehrmann und tätig im Sachbereich Brand- und Katastrophenschutz des Rathauses.

Ein Tank soll noch gebaut werden

Geplant ist, dass der Tank an die 1000 Liter fassen kann. Eine Verbindung vom Haus zum Aggregat müsse dafür aber noch geschaffen werden. Außerdem würden Genehmigungen ausstehen. Eichhorn geht aber davon aus, dass der Tank noch in diesem Jahr eingebaut werden kann. Der Keller biete beste Voraussetzungen dafür. Dort gab es früher ein Heizöllager.

Von Sandra Bels

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