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Kyritz Stadt hofft auf Förderung für Sporthaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Stadt hofft auf Förderung für Sporthaus
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15:53 19.09.2018
So könnte das neue Sporthaus auf dem Kyritzer Sportplatz in der Seestraße aussehen. Quelle: Ingenieurbüro Schröder
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Kyritz

Die Bemühungen um ein neues Vereinsgebäude für den SV Rot-Weiß auf dem Kyritzer Sportplatz haben die nächste Phase erreicht. Der Projektantrag der Stadt für den Neubau liegt jetzt beim Verein Regionalentwicklung Ostprignitz-Ruppin vor, der das Vorhaben als „Lokale Aktionsgruppe“ des Förderprogramms Leader bewerten muss. Voraussichtlich in der zweiten Oktoberhälfte soll das Votum vorliegen. Fällt es positiv aus, kann Kyritz einen förmlichen Förderantrag beim Land stellen.

Über eine halbe Million Euro

Dabei geht es um eine Summe von 450 000 Euro. So viel soll das Gebäude samt technischer Anlagen laut der aktuellen Planung des vom Verein beauftragten Zaatzker Ingenieurbüros kosten. Drei Viertel der Summe könnten aus dem Förderprogramm bestritten werden. Hinzu kommen allerdings nicht förderfähige Baunebenkosten in Höhe von geschätzten 90 000 Euro.

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Ganz zu Anfang waren Verein und Stadt noch von geringeren Baukosten ausgegangen: von rund 350 000 Euro plus Nebenkosten. Allerdings waren im Zuge der detaillierteren Planung Anforderungen zu berücksichtigen – beispielsweise des Brandschutzes und der Barrierefreiheit.

260 Quadratmeter Nutzfläche

Den Planern zufolge bietet das neue Sporthaus auf rund 260 Quadratmetern Platz unter anderem für vier Umkleidekabinen samt Sanitäranlagen, eine Schiedsrichterkabine, öffentliche Toiletten, einen Gastraum und Lagerflächen.

Für den SV Rot-Weiß mit seinen 169 Mitgliedern – davon gut die Hälfte im Jugendalter – und elf Fußballteams soll das die Mindestanforderungen erfüllen. Das alte Sporthaus aus den 30er Jahren bietet derzeit sechs Umkleideräume, wenn auch zum Teil deutlich kleiner. Ansonsten erfüllt es allerdings längst nicht mehr die Anforderungen und weist auch baulich deutlich Defizite auf. Eine Sanierung hält man in Kyritz für nicht mehr sinnvoll. Das Gebäude soll abgerissen werden, sobald der Neubau fertig ist.

„Das ist kein Projekt, das wir uns allein ausgedacht haben“, betont die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke. „Der Verein saß immer mit am Tisch.“

Stadt unterstützt Verein

Die Stadt ist Eigentümerin des alten Sporthauses. Das wird auch beim neuen so sein. Die Kommune kommt für den Eigenanteil an den Baukosten auf. Der Verein beteiligt sich nach Kräften und übernahm beispielsweise einen Großteil der bisherigen Planungskosten. Außerdem wollen die Vereinsmitglieder bei Außenanlagen, Abrissarbeiten und ähnlichem selbst Hand anlegen.

Das Sportplatzgelände selbst befindet sich in Privathand. Fördermittel für das Bauen gibt es aber nur, wenn das Areal Eigentum des Bauherren ist. Die Kyritzer Bürgermeisterin zeigt sich optimistisch, dass sich ­diese Voraussetzung noch erfüllen lässt. Kaufverhandlungen laufen.

Baubeginn schon 2019?

„Ich hoffe sehr, dass es keine großen Komplikationen mehr gibt und dass wir den Förderbescheid zügig bekommen“, sagt Nora Görke. In dem Fall könnte der Bau im kommenden Jahr beginnen.

Der Vereinsvorsitzende des SV Rot-Weiß Kyritz Thomas Teschke zeigt sich optimistisch: „Für uns steht fest: Das muss einfach klappen.“

Von Alexander Beckmann

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