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Kyritz Für Vereine bleibt das Sitzen kostenlos
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Für Vereine bleibt das Sitzen kostenlos
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16:13 01.10.2018
Kyritz hat neue Stühle für den Klostergarten angeschafft.
Kyritz hat neue Stühle für den Klostergarten angeschafft. Quelle: Sandra Bels
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Kyritz

Die Stadt Kyritz hat jetzt Gebühren für die Nutzung städtischen Veranstaltungszubehörs verbindlich festgelegt. Die Stadtverordneten stimmten dafür einer Änderung der „Nutzungs- und Entgeltordnung für die Nutzung von Räumlichkeiten, Sportstätten und Inventar“ zu –vor allem, was die Nutzung von „Inventar“ betrifft.

Demnach wird beispielsweise für die Nutzung der Festzelte, die sich zum Teil in den Ortsteilen der Stadt befinden, eine Gebühr von 2 Euro pro Quadratmeter erhoben. Für das größte Zelt mit seinen 72 Quadratmetern Fläche wären dass dann 144 Euro. Transport, Auf- und Abbau wären Sache des Nutzers.

200 Stühle für je einen Euro

Neu in die Satzung aufgenommen wurden die Stühle, die die Stadt kürzlich für den Kyritzer Klostergarten angeschafft hat. Maximal 200 Stück stehen zur Verfügung. Pro Exemplar soll der Nutzer einen Euro bezahlen. Dafür stellt der städtische Bauhof die benötigte Anzahl im Stapel bereit. Für das Aufstellen und anschließende Einsammeln der Sitzgelegenheiten ist der jeweilige Veranstalter selbst verantwortlich.

Die Stadt hofft, mit den Nutzungsgebühren wenigstens einen Teil der Kosten für die Anschaffung, den Transport und die Wartung des Inventars wieder hereinzuholen.

Im Fall des Klostergartens hatten Nutzer wie die Knattermimen allerdings Bedenken angemeldet. Sie sind für ihre Aufführungen auf die Stühle angewiesen, sähen sich aber durch die Gebühren finanziell zu stark belastet.

Vereine nicht betroffen

Der Hauptausschuss schlug daher im Vorfeld des Satzungsbeschlusses vor, die in der Stadt Kyritz ansässigen Vereine von der Stuhlgebühr im Klostergarten auszunehmen. Dem schlossen sich die Stadtverordneten an. Einheimischen Vereinen werden die Stühle im Klostergarten also kostenlos zur Verfügung gestellt.

Zusätzlich in die Satzung aufgenommen wurde die private Nutzung des Ferienzentrums am Untersee. Nach Angaben der Stadtverwaltung wird das Gelände nicht nur für die Ferienspiele und die Jugendarbeit genutzt, sondern zunehmend auch für private Feiern. Dafür ist nun ein Euro pro Person und Veranstaltungstag zu entrichten.

Von Alexander Beckmann