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Kyritz Klinikum eröffnete Hubschrauberlandeplatz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Klinikum eröffnete Hubschrauberlandeplatz
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00:26 17.11.2018
Gruppenfoto auf dem großen H: Wo sonst die Helikopter landen, sahen sich die Gäste der Eröffnung um. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

„Der Beginn war holprig, das Ende umso schöner.“ Stefan Eschmann, Vorstandsvorsitzender der KMG-Kliniken, wählte am Mittwoch diese Worte bei der offiziellen Übergabe des Hubschrauberlandeplatzes in Kyritz. Gemeint waren damit die Startschwierigkeiten mit der Insolvenz des ursprünglich beauftragten Stahlbauunternehmens und die dennoch relativ kurze Bauzeit von 18 Monaten. „Wir sind alle mehr als froh, dass wir heute endlich hier stehen“, so Eschmann.

Anflüge seit Anfang Oktober

Die Plattform darf bereits seit Anfang Oktober angeflogen werden. Offiziell eröffnet wurde sie nun im Beisein von Mitgliedern des Aufsichtsrates, der Rettungsdienste und Feuerwehren, der Stadt und der KMG-Mitarbeiter. Martin Große, Geschäftsführer des Kyritzer Krankenhauses, hatte sie alle begrüßt. Er dankte nicht nur den Mitarbeitern und Patienten für ihre Geduld und ihr Verständnis während der Bauzeit. Einen besonderen Dank richtete er an Bauleiterin Rena Bohmert. „Sie verdient meinen höchsten Respekt. Sie hat die Herausforderung in ihrer gewohnt ruhigen Art abgearbeitet“, so Große.

Dank an die Bauleitung

Rena, du bist die Größte“, lobte der Ärztliche Direktor der Kyritzer Klinik, Fred Gätcke die Arbeit der Bauleiterin. Zur Bedeutung des Platzes für das Krankenhaus sagte er: „Wir sind mit unserem Krankenhaus ein wichtiger Anker in der Notfallversorgung der Region.“ Als stabiler Partner im Traumanetzwerk Nordwest-Brandenburg und als zertifiziertes regionales Traumazentrum müsse das Haus für die Luft- und Bodenrettung schnellstmöglich erreichbar sein.

„Mit dem spektakulären Landeplatz haben die KMG-Kliniken eine Investition geleistet, die Patienten auf dem schnellsten Weg zur Untersuchung oder Behandlung bringt“, so Gätcke. Der erste Hubschrauber kam am 7. Oktober. Neun Landungen wurden bisher verzeichnet. Dafür gibt es ein Flugbuch, in dem die Mitarbeiter des Krankenhauses alle Starts und Landungen minutengenau dokumentieren.

3,5 Millionen Euro investiert

Gut 3,5 Millionen Euro hat das Gesundheitsunternehmen in den Bau der Plattform investiert. Sie ist 27,28 mal 27,28 Meter groß. Die Landefläche ruht in etwa 23 Metern Höhe auf einer Stahlkonstruktion, die 20 Meter in den Boden reicht. 251 Tonnen Stahl wurden verbaut.

Die Plattform hat über den Fahrstuhl eine direkte Anbindung an die Rettungsstelle, den Schockraum und die Funktionsdiagnostik. Das Umlagern der Patienten entfällt.

Für Stefan Eschmann steht mit dieser Investition fest: „Wir werden den Standort Kyritz weiter ausbauen.“ Das Haus habe mit seinen Fachabteilungen und Spezialitäten schon jetzt viel mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick sieht. Die Zukunft des Krankenhauses sei mit dem Platz langfristig gesichert, so Eschmann. Er sieht den Platz schon jetzt als kleines Wahrzeichen von Kyritz, neben Kirche und Kleinsthäusern, was ihm Bürgermeisterin Nora Görke bestätigte.

Gast aus Berlin zur Eröffnung

Zur offiziellen Eröffnung war auch Axel Ekkernkamp gekommen. Der Ärztliche Direktor und Geschäftsführer des Unfallkrankenhauses Berlin-Marzahn, ist schon lange mit der KMG verbunden. „Sie ist seit Jahren ein wichtiger Partner für unser Haus“, sagte Ekkernkamp. Zusammen mit den Kyritzern bauten die Berliner eine Teleradiologie auf. Das heißt, CT- oder MRT-Ergebnisse von Patienten aus Kyritz werden zusammen in Berlin befundet. Außerdem gibt es Lifeschaltungen per Computer bei Untersuchungen.

„Heute befunden wir mehr Bilder von externen Kliniken als von unseren eigenen Patienten“, so der Gast. Ekkernkamp bezeichnete die Zusammenarbeit seit dem Jahr 2002 als eine stabile Partnerschaft. Die Kliniken waren damals Vorreiter mit ihrem Modell, denn Anfang der 2000er Jahre war es nur im Notfall erlaubt, Untersuchungsbilder über Landesgrenzen hinaus zu verschicken.

Von Sandra Bels

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