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Kyritz Debatte um Steuererhöhungen: Holzhausener fordern strengere Kontrollen von Hundebesitzern
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20:19 07.02.2020
Hundehalter sollen auch vom Ordnungsamt besser kontrolliert werden. Doch die aktuellen Ausgaben sind erst mal zu decken. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Die neue Hundesteuersatzung der Stadt Kyritz, die gemäß Verwaltungsvorschlag deutliche Erhöhungen vorsieht, hat jetzt auch der zehnte aller Kyritzer Ortsbeiräte diskutiert. Die Dörfer lehnen das Papier demnach durchweg ab, machten hier und da aber neue Vorschläge.

Bis zu 30 Prozent der Hunde angeblich gar nicht erfasst

Im Ortsbeirat Holzhausen, der sich mit diesem Thema nun als letzter befasste, spielten neben dem finanziellen Aspekt auch soziale und ordnungsrechtliche Komponenten eine wichtige Rolle. „Hunde sind oft die Begleiter auch älterer Menschen“, hieß es zum einen. Und: „Lieber müsste dem Hundekotaufkommen im öffentlichen Raum entgegengewirkt werden.“

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Ortsvorsteher Andreas Lange wagte außerdem zu behaupten: „Und ein viel größeres Problem ist es ja auch, dass 25 bis 30 Prozent der Hunde doch nirgends gemeldet sind.“ Dies schärfer zu kontrollieren, würde eine Erhöhung am Ende womöglich gar nicht notwendig machen.

Auch Kontrolle der Hundehaltung ein Thema

Zudem wurden Zahlen vermisst, um wie viel Mehreinnahmen es sich unterm Strich handeln könnte. Marcel Sommerfeld gab zu bedenken, dass auch besser geprüft werden müsse, wie die Tiere gehalten werden. „Es gibt Hunde, die kläffen rund um die Uhr und leben den ganzen Tag im Zwinger.“

Veronika Lausch erklärte als Vertreterin der Stadtverwaltung, dass es kommunale Ausgaben zu decken gilt. Dazu würden nun mal auch Hundetoiletten, der Kontrollaufwand und das entsprechende Personal zählen. Und dass die Satzung überhaupt erneuert wird, dazu sei die Stadt verpflichtet. „Sie ist regelmäßig anzupassen. Das hätte eigentlich sogar schon passieren müssen.

Mehrere Vorschläge zur Erhöhung der Hundesteuer

So schlug die Verwaltung vor, die Steuer für den ersten Hund von jetzt 34,50 Euro auf 50 Euro anzuheben, für den zweiten von 55,50 Euro auf 60 Euro. Jeder weitere Hund solle 90 Euro kosten und ein als gefährlich eingestuftes Tier 300 Euro.

Der Änderungsvorschlag der Fraktion „Kyritz macht“ sieht noch höhere Steigerungen vor, jedoch in drei Stufen bis 2024. Am Ende würde der erste Hund 60, der zweite 80, jeder weitere 120 und ein gefährlicher Hund 600 Euro kosten.

Geringere Steigerung der Hundesteuer empfohlen

Holzhausens Ortsbeiratsmitglied Dietmar Thiel ginge das zu weit. Er wolle statt einer heute schon festgelegten Steigerung lieber nur die erste vorgeschlagene Stufe bewilligen, die also noch unter dem Stadtvorschlag bleibt. „Damit könnte ich leben.“ Die Steuer für den ersten Hund würde auf nur 40 Euro steigen.

So empfahl es das Gremium dann. Veronika Lausch: „Ich nehme Ihre Anregungen mit.“

Mit diesen und den Ideen aus den anderen Dörfern beschäftigen sich als nächstes die Mitglieder des Hauptausschusses. Der tagt am kommenden Dienstagabend ab 18.30 Uhr im Rathaussaal, ehe die Stadtverordneten am 26. Februar einen endgültigen Beschluss dazu fassen.

Von Matthias Anke

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