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Kyritz Museales Familientreffen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Museales Familientreffen
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00:30 16.05.2018
Die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke (2.v.l.) stellte ein neues Informationsblatt über die Museumsangebote vor. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Anlässlich des Internationalen Museumstages versammelte sich am Sonntag in Kyritz fast alles, was in der Region auf musealem Gebiet aktiv ist. Eine ganze Reihe von Informationsständen erläuterte im Kirchgarten des Klosterviertels das vielfältige Angebot.

Es reichte von der Kyritzer Heimatstube über die Museen des Neustädter Gestütes und das Neustädter Gaswerk bis hin zum Wusterhausener Wegemuseum, zum Agrarflugmuseum Heinrichsfelde, zum Brauereimuseum Dessow und zum Renaissanceschloss Demerthin. Gestern nicht vertreten, aber ebenso Bestandteil des Angebotes sind die Heimatstube Dreetz, die Kampehler Kahlbutz-Gruft und die Papierfabrik Hohenofen.

Oft vom Ehrenamt getragen

„Allein durch diese Aufzählung sehen Sie, welche Vielfalt hier in der Region existiert“, freute sich die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke bei der Begrüßung von Akteuren und Gästen. „Und hinter jeder Einrichtung stehen Menschen, die sich engagieren.“ Dieses oft ehrenamtliche Engagement verdiene höchste Anerkennung.

Eckhard Zempel aus Gumtow hatte sich für das Renaissanceschloss Demerthin mächtig in Schale geworfen. Auch an anderen Ständen ging es bunt zu. Quelle: Alexander Beckmann

Görkes Wusterhausener Amtskollege Roman Blank konzentrierte sich auf das Thema des diesjährigen Museumstages: „Netzwerk Museum – neue Wege, neue Besucher“. Das Wusterhausener Wegemuseum habe in dieser Hinsicht gerade mit seiner neuen Sonderausstellung über Wilhelm d’Orey beste Erfahrungen gesammelt. Als gebürtigen Wusterhausener hatte es d’Orey im 19. Jahrhundert bis an die Atlantikküste verschlagen. Die Ausstellung über sein Leben zog bereits eine ganze Reihe von Besuchern aus Portugal in die Region. „Ich kann mir vorstellen, dass wir mit den über 2000 Nachfahren des Wilhelm d’Orey auch viele neue Besucher gewonnen haben.“ Nur mit solchen immer neuen Angeboten lasse sich ein Museum lebendig erhalten.

Die Idee mit der Bodenreform

Für das künftige Kyritzer Museum sehe er solche Chancen durchaus. Wenn die Bodenreform 1945 statt in Kyritz in Wusterhausen verkündet worden wäre, nähme man sich dort jetzt sicherlich dieses Themas an. „Warum so einen Zündstoff nicht für ein Museum verwenden?“, empfahl Blank. Davon abgesehen sei er überzeugt: „Es gilt, noch unendlich viele weitere Geschichten zu erzählen. Unser Depot ist voll davon.“ Wusterhausen leiste in diesem Sinne auch anderen, wie beispielsweise Kyritz, gern Unterstützung.

Die Kyritzer Bürgermeisterin nutzte den Museumstag, um das neue, gemeinsam erarbeitete Informationsblatt für die Kleeblatt-Museen vorzustellen. „Das wird an allen Informationsstellen in unserer Region ausliegen.“

Beiträge zum Veranstaltungskalender

Die Museen werden in den kommenden Monaten noch viele Beiträge zum Veranstaltungskalender leisten. Im Dessower Brauereimuseum wird am 8. September wieder die Dampfmaschine laufen. Das Gestütsmuseum bietet am Pfingstsonntag eine Themenführung zur Pferdezucht in Preußen an. Das Neustädter Gaswerk bereitet sich auf den Tag des offenen Denkmals am 9. September vor. „Wir wollen an dem Tag die neue Mitmachausstellung im Gasometer eröffnen“, kündigt Gudrun Weiß an. Der Wusterhausener Kulturverein gestaltet am 1. Juni den Brezelumzug als Auftakt des Stadtfestes. Die Arbeitsgruppe Museum Kyritz will ab 9. September ihre erste Ausstellung zum Thema Handwerk zeigen. Das Renaissanceschloss Demerthin beteiligt sich am letzten Oktoberwochenende an der Aktion „Feuer & Flamme“ – unter anderem mit ein Jazzkonzert. Der Kyritzer Heimatverein gestaltet zum Jubiläum des Seniorenwohnparks im Juni eine Fotoausstellung mit historischen Stadtansichten.

Von Alexander Beckmann

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