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Kyritz Famos-Insolvenz beschäftigt auch den jetzt 40 Jahre alten Mechower Kleintierzuchtverein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Famos-Insolvenz beschäftigt auch den jetzt 40 Jahre alten Mechower Kleintierzuchtverein
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12:30 11.10.2019
Wann die Eigentumsverhältnisse rund ums Vereinshaus des Rassegeflügel- und Rassekaninchenzuchtvereins D 469 Mechow geklärt sind, ist offen. Quelle: Archivfoto Alexander Beckmann
Mechow

Die am 19. und 20. Oktober bevorstehende 37. Ausstellung des Mechower Kleintierzüchtervereins „D 469“ wird eine deutliche Nummer größer als alle bisherigen Ausstellungen. Das kündigt Vorstandsmitglied Petra Höger jetzt an. „Wir zeigen in diesem Jahr wesentlich mehr Tiere als sonst, haben zum Beispiel auch Glöwener Züchter und andere drumherum angefragt“, sagt sie. Grund: Es handelt sich um eine Jubiläumsschau.

Seit 40 Jahren gibt es die Mechower Kleintierzüchter jetzt schließlich schon. Aktuell sind es 13 Mitglieder im Alter von sieben bis 80 Jahren. Dazu zählen auch zwei Gründungsmitglieder: Günter Heidrich und Günter Weimann. Vorsitzender ist Hans-Joachim Kunert aus Gumtow.

Fragezeichen vor allem nach der Famos-Insolvenz

1979 gegründet, standen dem Verein in den ersten drei Jahren jedoch keine Räumlichkeiten zur Verfügung. Erst seit 1982 konnten die bisherigen 36 Tierschauen durchgeführt werden.

Heute, vier Jahrzehnte später, dreht sich für die Mitglieder erneut alles um eben jene Räumlichkeiten. Denn die Zukunft ihres Vereinsheimes ist nicht unbedingt sicher. Zwar gehört die eine Seite des Grundstücks mit den Ställen der Stadt Kyritz. Die Hälfte des Vereinshauses jedoch gehört der Firma Famos.Es ist jene Dachbahnen- und Dämmstofffabrik, die dann an der Kyritzer Seestraße lange Zeit erfolgreich wirtschaftete, jedoch zum Jahreswechsel 2018/19 ihre Insolvenz bekanntgeben musste.

Umsetzung des Projekts Gemeindezentrum lässt auf sich warten

„Seitdem ist viel durcheinandergekommen“, sagt Petra Höger. Offenbar sei es wegen der Insolvenz für die Stadt nicht so einfach, das Areal zu übernehmen.

Dabei steht vor allem ein anderes Bestandsgebäude im Mittelpunkt. Der Plan war und ist schließlich, ein neues Gemeindezentrum für Mechow an dieser Stelle zu errichten. Doch ob Umbau des vorhandenen Gebäudes oder Neubau: In beiden Fällen müsste die Stadt das Grundstück erwerben.

Die Stadtverordneten gaben dem Projekt vom Grundsatz her vor genau einem Jahr ihre Zustimmung. Der finanzielle Aufwand wurde grob auf 375.000 Euro geschätzt. Was wohl aber ebenfalls Zeit kostet: Baupläne zu erstellen, um Fördergeld einwerben zu können.

Ein idealer Standort

Der Standort für das Gemeindezentrum neben dem Kleintiervereinsheim, dem sich auch schon der neue Mechower Spielplatz anschließt, wird als ideal erachtet. Seitdem das auf der anderen Seite benachbarte Gutshaus als bisher zentraler Gemeinderaum von der Stadt veräußert wurde, erfolgten die Ortsbeiratssitzungen ohnehin schon bei den Kleintierzüchtern. Und man fungierte als Wahllokal.

Man brauche aber auch Räume für Spieleabende, für die Landfrauen oder den Gemeindekirchenrat, sagte Petra Höger der MAZ seinerzeit noch als damalige Ortsvorsteherin. Für Filmvorführungen wurde bereits die Kirche genutzt. Für Freiluftveranstaltungen fehle es zudem an Sanitäranlagen und einer kleinen Kücheneinrichtung. Entsprechend heiß ersehnt werde im Dorf nun eine wirklich spruchreife Lösung für das Areal.

Züchterische Erfolge werden präsentiert

Am Wochenende des 19. und 20. Oktober stehen dort nun aber erst mal wieder züchterische Erfolge im Mittelpunkt. Knapp 40 Kaninchen und weit mehr als 200 Enten, Hühner und Tauben sind angekündigt. Sie gibt es nicht nur zu sehen, sondern auch zu kaufen.

Der Rassegeflügel- und Rassekaninchenzuchtverein D 469 Mechow bereitet auch jetzt wieder seine alljährliche Vereinsschau vor, wie hier 2018. Anlässlich der nun 40 Jahre seit Bestehen des Vereins werde sie diesmal aber eine Nummer größer geplant. Quelle: Archivfoto Alexander Beckmann

Petra Höger: „Wir freuen uns, wenn wir viele Besucher begrüßen können. Ein Imbiss, eine Tombola und viele Tiere sorgen garantiert wieder für erlebnisreiche Stunden.“

Von Matthias Anke

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