Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kyritz Ansturm auf die Stadtverordnetensitze
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Ansturm auf die Stadtverordnetensitze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:51 28.03.2019
Viele Kyritzer Stadtverordnete treten erneut zur Wahl an. Es gibt aber auch eine ganze Reihe neuer Bewerber. Quelle: Julia Redepenning
Kyritz

So viele Kandidaten wie diesmal stellten sich in Kyritz schon lange nicht mehr der Kommunalwahl. Um die 18 Sitze in der Stadtverordnetenversammlung bewerben sich am 26. Mai 25 Frauen und 46 Männer. Damit gibt es für jedes Mandat fast vier Bewerber.

Bei der letzten Kommunalwahl 2014 traten lediglich 60 Kandidaten an.

Seit Anfang der Woche sind die Vorschläge, die die Parteien und Wählergruppen bis zum 21. März eingereicht hatten, nun amtlich. „Die Vorschläge waren alle formal in Ordnung und konnten vom Wahlausschuss bestätigt werden“, berichtet die Kyritzer Wahlleiterin Stephanie Pauly.

Viele Bewerber heißt viele Stimmen

Die längste Liste hat mit 19 Bewerbern die CDU aufgestellt. Ihre Vertreter könnten also nicht einmal dann alle ins Stadtparlament einziehen, wenn die Partei am 26. Mai sämtliche Wählerstimmen erhielte. Doch die große Anzahl hat ihren Sinn und der hat mit dem Wahlmodus zu tun.

„Das ist eine kombinierte Verhältnis- und Personenwahl“, erklärt die Wahlleiterin. Am Wahlsonntag darf jeder der knapp 8000 Kyritzer Wahlberechtigten maximal drei Kreuzchen beliebig auf die 71 Kandidaten verteilen.

Bei der Auszählung geht es dann erst einmal darum, wie viele Stimmen jede Partei oder Wählergruppe insgesamt erhalten hat. Falls die CDU also beispielsweise 50 Prozent aller Wählerkreuzchen auf ihrer Kandidatenliste hätte, dann stünden ihr neun der 18 Mandate in der Stadtverordnetenversammlung zu. Diese Mandate gingen in dem Fall an die neun CDU-Kandidaten mit den meisten Kreuzchen auf dem Stimmzettel. Falls einer von ihnen abspringt, rückt der Nächstplatzierte nach.

Je prominenter, desto besser

So gesehen ist es für den Wahlerfolg einer Partei oder Wählergruppe durchaus zweckdienlich, möglichst viele Bewerber zu präsentieren. Jeder zusätzliche Name auf der eigenen Liste erhöht die Chance, zumindest die eine oder andere Wählerstimme mehr einzusammeln – je prominenter, desto besser.

In Rheinsberg führte das so weit, dass sich sogar der hauptamtliche Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) als Kandidat aufstellen ließ, obwohl feststeht, dass er gar kein Mandat annehmen kann – schließlich hat er sowieso einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung. Die Wählerstimmen, die Schwochow sammelt, verbessern aber das Ergebnis seiner Wählergruppe.

In Kyritz stellt die Linke 15 Stadtverordnetenkandidaten, die SPD elf, Bündnis 90/Die Grünen acht, die Kyritz Land Wählergruppe sechs und die ganz neue WählergruppeKyritz macht“ zwölf.

Ortsbeiräte oft nur knapp besetzt

In den Ortsteilen ist der Andrang deutlich geringer. „Für die meisten Ortsbeiräte gibt es nur die Mindestanzahl von Wahlvorschlägen“, berichtet Wahlleiterin Stephanie Pauly. In aller Regel sind in diesen Gremien drei Mandate zu besetzen. Ausnahmen machen der Ortsbeirat Teetz-Ganz mit sechs und der Ortsbeirat Holzhausen mit fünf Sitzen.

„Alle Vorschlagslisten sollten ab sofort auf der Internetseite der Stadt zu finden sein“, teilt Stephany Pauly mit. „Außerdem werden alle Wahlvorschläge in den Bekanntmachungskästen ausgehängt.“

Derzeit stellen die Wahlleiterin und ihre Mitarbeiter das Wählerverzeichnis zusammen. Es ist Grundlage für die Wahlbenachrichtigungen, die Ende April verschickt werden. Wer keine Benachrichtigung bekommt, aber mitwählen will, kann den Eintrag ins Wählerverzeichnis auch dann noch beantragen. Anlaufpunkt ist das Bürgerbüro im Rathaus. Dort befindet sich auch das Briefwahllokal.

Organisatorisch fast in trockenen Tüchern

Apropos Wahllokal: Die meisten der ehrenamtlichen Wahlvorstände, die dort am 26. Mai für einen geordneten Ablauf sorgen, konnten inzwischen besetzt werden. „Eigentlich sieht es ganz gut aus. Es haben sich auch etliche Bürger gemeldet“, berichtet Stephanie Pauly. „Da freue ich mich drüber. Meine Aufrufe haben wohl etwas gebracht.“

Von Alexander Beckmann

Die Vorbereitung des Osterfeuers, Grünpflege und das Müllsammeln stand auf der Aufgabenliste für den Frühjahrsputz in Holzhausen. Ortsvorsteher Andreas Lange dankt allen, die mit anpackten.

27.03.2019

In Kyritz will das „Atelier für jedermann“ ab sofort zweimal im Monat eine Gelegenheit zum gemeinsamen, entspannten Malen und Zeichnen geben. Fachkundige Anleitung bietet Bernd Demmig aus Roddahn.

30.03.2019

Alle Einwohner der Stadt und der Ortsteile sind am Donnerstag zu einem Gespräch über die Zukunft von Kyritz eingeladen. Das Ergebnis dieser und einer weiteren Diskussion im Spätsommer sind wichtig für ein Entwicklungskonzept, das erstellt wird.

27.03.2019