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Kyritz Der Traum von einer Schwimmhalle
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09:57 20.09.2018
Kathrin Boleslawsky vor dem Areal, das mit einer Schwimmhalle bebaut werden könnte. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Vor drei Jahren wurde in Kyritz die Idee für eine Schwimmhalle publik. Als „Therapiezentrum am Bürgerpark“ war es ein Beitrag für den damals landesweiten Stadt-Umland-Wettbewerb um Fördergelder. Kyritz kam jedoch nicht zum Zuge. Seither wurde nie wieder darüber gesprochen. Bis jetzt. Kathrin Boleslawsky, die für die Bürgermeisterwahl kandidiert, erklärt im MAZ-Gespräch Details ihrer Idee und warum sie diese noch immer verfolgen würde.

Frau Boleslawsky, was ist aus dem Projekt Therapiezentrum geworden?

Kathrin Boleslawsky: Nichts, da es 2015 keinen positiven Bescheid über eine Förderung gab.

Wie kam es denn überhaupt zur Idee?

Ich hatte mich schon etwa zwei Jahre zuvor bei der Stadt gemeldet, weil ich an der Gartenstraße hinter dem Alten Speicher, in dem ich ja das Wellness- und Bewegungsstudio betreibe, so etwas bauen wollte. Doch das Gelände ist zu klein. Wir kamen dann auf das Areal rund um die Festwiese zu sprechen und konnten uns vorstellen, unmittelbar neben der Kegelbahn die Schwimmhalle auf städtischem Gelände zu errichten.

Wer war denn „Wir“?

Na, im Prinzip war da erstmal nur ich. Aber das zu bauen und zu betreiben, sollte über ein Vereinsmodell funktionieren. Dazu hätte es Leute gebraucht, die für ein Darlehen sorgen. Schließlich würde eine Halle samt Sauna und mit 25-Meter-Bahn etwa 1,5 Millionen Euro und eine 50-Meter-Bahn 3,5 Millionen Euro kosten.

Und was ist mit den laufenden Kosten?

Dazu muss man wissen, dass die althergebrachten Sorgen vor hohen Betriebskosten längst überholt sind. Mit Solarthermie und Photovoltaik lässt sich heutzutage einiges machen. Wir haben an dem Standort zudem ideale Voraussetzungen, auch noch Abwärme aus der Stärkefabrik zu nutzen. Und über die Auslastung würde ich mir überhaupt keine Sorgen machen.

Wen haben Sie da alles im Blick?

Das lässt sich mit drei Säulen beschreiben. Zum einen ist das der Rehasport im Wasser, sprich Wassergymnastik. Wir haben ja das KMG-Klinikum gleich nebenan. Hinzu kommt der öffentliche Schwimmbetrieb. Am wichtigsten aber ist der Schulsport. Wenn eine Schwimmhalle vorhanden ist, müssen die Schulen sie auch nutzen. Derzeit aber sind sie nicht in der Lage, den gesetzlich vorgeschriebenen Schwimmsport vernünftig durchzuführen.

Wie läuft das bisher?

Aus Erfahrung meiner drei Kinder kann ich sagen, dass es recht abenteuerlich zugeht. Zwar gibt es das Schwimmlager am Untersee, aber meine Jüngste durfte auch schon für mehrere Tage bis nach Lindow fahren.

Wie könnte es nun weitergehen?

Da ich beruflich voll ausgelastet bin, kann ich mich darum einfach nicht allein und in meiner Freizeit kümmern. Als Bürgermeisterin wäre das natürlich was ganz anderes.

Sie würden das Projekt tatsächlich anpacken wollen?

Na, klar! Es gibt so viele, die ein Interesse an einer solchen Einrichtung haben dürften, auch die Segler, Paddler, die Wasserwacht oder Taucher. Es ist ja alles durchgerechnet, und darin sind so einige Nutzer noch nicht mal berücksichtigt. Es gibt ja auch Schulen in der Umgebung. Selbst Wettkampfveranstaltungen wären möglich. Ich sehe da ein riesiges Potenzial. Das kann einfach nur was werden. Es müsste bloß jemand damit loslegen.

Von Matthias Anke

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