Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kyritz 500.000 Euro für eine bessere Nachbarschaft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz 500.000 Euro für eine bessere Nachbarschaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:13 11.09.2019
Ingrid Lankenau leitet das Projekt „Diakomma“ in Kyritz. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Per Nachbarschaftshilfe raus aus der Isolation. Das ist das Ziel eines neuen Sozialprojektes im Wohngebiet Kyritz West. Es richtet sich speziell an Langzeitarbeitslose und Menschen mit geringem Einkommen, aber nicht nur an sie. Die Stadt erhält für die vorerst auf drei Jahre angelegte Laufzeit über 500.000 Euro vom Bundesministerium des Innereren, für Bau und Heimat sowie aus dem Europäischen Sozialfonds.

Nachbarschaftsgarten und Workshops

Unter dem etwas sperrigen Titel „Diakomma – digital ankommen in Arbeit“ will man neue Wege zur Beschäftigung eröffnen. Unter anderem sollen „Arbeitslose und Erwerbstätige mit geringem Einkommen Nachbarschaftshilfe als positive Struktur für ihren Alltag entdecken“, teilt die Kyritzer Stadtverwaltung jetzt mit. Dazu wolle man beispielsweise auf einem Hof in der Werner Straße mit ehrenamtlicher Hilfe einen Nachbarschaftsgarten einrichten – zur Verbesserung des Wohnumfeldes und als Begegnungsstätte.

Darüber hinaus können die Teilnehmer Erfahrungen im Umgang mit digitalen Medien sammeln. Es gehe dabei um Kontakte zu Unternehmen bis hin zur Vermittlung von Praktika. Geplant seien Workshops und Betriebserkundungen. Die Teilnahme sei in jedem Fall freiwillig, heißt es.

Vier hauptamtliche Mitarbeiter

Der Startschuss ist bereits gefallen. Anfang September nahm Iris Wiesner im Stadtteilbüro Kyritz West ihre Arbeit als Koordinatorin auf. Unterstützt wird sie von Moritz Kenngott, der künftig die Workshops leiten soll, von Lenna Fichtner als Medienpädagogin und von einem Fachmann im Garten- und Landschaftsbau.

„Wir sind ein ziemlich großes Team“, bekennt Ingrid Lankenau, die die Gesamtleitung übernommen hat. Sie ist Geschäftsführerin im Berliner „Büro Blau“. Es hat sich auf Dialogprozesse in der Stadt- und Regionalentwicklung spezialisiert und hilft im Landkreis OPR beispielsweise dabei, das europäische Leader-Programm umzusetzen.

Für „Diakomma“ konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits eine Reihe von Partnern gewinnen. Dazu gehören regionale Unternehmen, der Landkreis und die Regionalentwicklungsgesellschaft sowie zahlreiche in Kyritz aktive Vereine.

Erste öffentliche Veranstaltung geplant

Derzeit gehe es vor allem erst einmal darum, den Bedarf und die Bereitschaft zum Mitmachen in Kyritz West und darüber hinaus zu erkunden, erklärt Ingrid Lankenau.

Das Projekt beschränke sich nämlich grundsätzlich nicht allein auf die Bewohner des Kyritzer Stadtteils. „Wenn sich zum Beispiel jemand aus Wusterhausen engagieren möchte, ist er auch willkommen.“ In den nächsten Wochen will sich „Diakomma“ mit einer Veranstaltung der Öffentlichkeit vorstellen.

Die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke findet: „Das verzahnt sich sehr gut mit unserem Projekt ,Soziale Stadt’.“

Von Alexander Beckmann

Ein Fachmann sprach am Montag in Bork über die Wassersituation im Obersee und die anstehende Staudammsanierung. Dieser Termin war nicht der letzte seiner Art. Eine noch viel größere Inforunde ist in Planung, wie die MAZ erfuhr.

10.09.2019
Kyritz Lange Nacht der Wirtschaft 200 Werkstattplätze im Gewerbegebiet

Die Stephanus-Stiftung bietet Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung einen Arbeitsplatz in Kyritz. In der Werkstatt im Gewerbegebiet Leddiner Weg gibt es Plätze für 200 Beschäftigte.

10.09.2019

Berlitt beteiligte sich mit einer Theateraufführung am Tag des offenen Denkmals. Eine Filmvorführung am Abend rundete das Programm ab.

09.09.2019