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Kyritz Wo der kaputte Toaster gerettet wird
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Wo der kaputte Toaster gerettet wird
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00:21 14.01.2019
Erwin Bendlin gibt monatlichen Reparatur-Café sein Wissen und Können weiter. Quelle: André Reichel
Kyritz

Reparieren statt wegzuwerfen, das ist auch in diesem Jahr das Motto des Reparatur-Cafés in Kyritz. Das Projekt des Awo-Familienzentrums „Oase“ im Mehrgenerationenhaus geht nach der Weihnachtspause im Januar wieder an den Start.

Toaster, Mixer und Radios

„Meist sind es Toaster, Kaffeemaschinen, Radios, Mixer aber auch Föne, die mitgebracht werden“, sagt Roswitha Leest, Leiterin des Familienzentrums. „Vor Weihnachten haben die Leute ihre kaputten Lichterketten zu uns gebracht“, fügt sie an. Die Experten des Reparatur-Café geben Tipps für einen Neukauf, wenn eine Reparatur nicht möglich ist.

So muss man nicht gleich eine neue Lichterkette kaufen, wenn nur ein Birne defekt ist. Als Gedankenstütze notieren die Reparatur-Experten dann Birnennummer und Wattzahl für den Einkauf im Baumarkt. „Vielen Besuchern geht es ohnehin nicht nur um die Reparatur, sondern eher um den Austausch und das Fachsimpeln“, hat Roswitha Leest in den vergangenen Jahren beobachtet.

Experten für Elektronik dabei

Das Reparatur-Café wurde im Jahr 2016 aus der Taufe gehoben und öffnet das nächste Mal am 17. Januar von 16 bis 18 uhr im Familienzentrum. Die Experten für elektronische Sachen Erwin Bendlin und Hans Küster und der ehemalige Werklehrer Siegfried Bielefeldt sowie Heinz Hartmann, der einst Hausmeister war, sind dann wieder Ansprechpartner.

Im Sommer müssen sie sich meist verstärkt um kaputte Fahrräder kümmern. Im Winter sind es dann doch eher die technischen Geräte, die repariert werden. Ein Toaster hat zum Beispiel gute Chancen auf Wiederbelebung, wenn nur der Widerstand kaputt ist. Diese Erfahrung hat Roswitha Leest gemacht. „Es geht darum, defekte Sachen nicht gleich wegzuwerfen, sondern erstmal zu schauen, ob noch etwas möglich ist“, so die Leiterin der „Oase“.

Ehrenamtliche Unterstützer

Alle Reparateure unterstützten das Projekt ehrenamtlich. Sie reparieren nicht allein, sondern im besten Falle mit den Besitzern der Gebrauchsgegenstände gemeinsam. Für verschiedene Reparaturen aus den Bereichen Elektronik gibt es auch die passenden Werkzeuge im Reparaturcafé.

Roswitha Leest hofft, dass das Angebot auch in diesem Jahr gut angenommen wird. „Wir wollen mit den engagierten Bürgern ein Zeichen gegen eine sorglose Wegwerf-Gesellschaft setzen und wertvolle natürliche und menschliche Ressourcen schonen, weil so manch abgeschriebener Gegenstand durch die Reparatur noch länger nutzbar bleibt“, sagt Roswitha Leest. Die instand gesetzten Gegenstände würden so eine neue Wertschätzung erfahren.

Laien und Experten arbeiten gemeinsam

Zudem teilen Menschen untereinander ihr Wissen über das Reparieren und die Technik dahinter aus. Laien und Experten arbeiten zusammen, geben Hilfe zur Selbsthilfe und regen zum bewussten Konsumverhalten an. Roswitha Leest findet es aber auch gut, dass die Menschen aus der Nachbarschaft beim Basteln aufeinandertreffen können, was in ihren Augen den lokalen Zusammenhalt stärkt und neue Bekanntschaften mit sich bringt.

Auch für das leibliche Wohl ist im Reparatur-Café gesorgt. Es gibt Kaffee und Kuchen.

Das Awo-Familienzentrum „Oase“ in Kyritz befindet sich im 2. Obergeschoss des Kyritzer Mehrgenerationenhauses in der Perleberger Straße.

Von Sandra Bels

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