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Kyritz Wie das Funkloch am See gestopft werden könnte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Wie das Funkloch am See gestopft werden könnte
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17:38 25.09.2019
Die Mitarbeiter des Kyritzer Strandbades widmen sich dieser Tage den letzten Arbeiten vor der Winterpause. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Sonne, Wasser und viel Grün. Beim richtigen Wetter lockt das Kyritzer Seeufer Scharen von Besuchern an. Die Idylle wird auch kaum von klingelnden Handys gestört. Denn der Mobilfunkempfang in dem Bereich ist schlicht miserabel. Meistens geht gar nichts.

Doch will beileibe nicht jeder in der Freizeit gänzlich auf die Nutzung seines Smartphones verzichten.„Unsere Gäste fragen nach so etwas – die jungen genauso wie die älteren“, berichtet Strandbadmitarbeiterin Karin Pein.

Bei der kommunalen Kyritzer Wohnungsbaugesellschaft, die unter anderem das Strandbad betreibt, sucht man deshalb seit Jahren nach Abhilfe: Wie lässt sich am Seeufer zumindest der öffentliche Zugang zum Internet gewährleisten?

Wlan könnte Mobilfunk ersetzen

Ein Wlan-Hotspot könnte die Lösung sein, hofft die Wohnungsbaugesellschaft. „Die Idee haben wir zusammen mit unserem Kabelnetzbetreiber entwickelt“ erklärt Geschäftsführerin Gabriele Schuster. RFT Kabel bietet in Kyritz und weiteren brandenburgischen Kommunen seit Jahren nicht nur Fernsehen über das TV-Kabel an, sondern auch Internet und Telefon.

Der Plan sieht vor, auf einem Mast in Nähe des Seeufers einen drahtlosen Netzwerkzugang einzurichten. Er könnte sowohl das Strandbad als auch die Seewiese und die neuen Wohnmobilstellplätze mit Internetverbindungen versorgen.

Stadtverordnete mussten zustimmen

Der etwa 20 Meter hohe, stählerne Mast liege bereits seit Monaten bereit, berichtet Gabriele Schuster. Allerdings steht die Baugenehmigung noch aus. Das Verfahren ist etwas aufwändiger als üblich. Denn für den vorgesehenen Standort am Rande des See-Parkplatzes sieht der Bebauungsplan der Stadt nur eine Nutzung vor: als Parkplatz eben. Einer Abweichung von dieser Festlegung mussten die Stadtverordneten erst ihre Zustimmung erteilen, was sie vor wenigen Tagen taten.

Nun kann die Wohnungsbaugesellschaft einen Bauantrag stellen. Wie lange die Baubehörde des Landkreises bis zum Bescheid braucht, lässt sich nur schwer abschätzen.

Die Besuchersaison am Seeufer neigt sich sowieso dem Ende zu. Im Strandbad laufen die letzten Vorbereitungen auf die Winterpause. Den vergangenen Sommer schätzt man dort als durchaus erfolgreich ein.

14.450 Besucher in diesem Jahr

Das bestätigt auch Gabriele Schuster: „Die Saison war gut – wenn auch nicht ganz so gut wie 2018.“ 14.450 Besucher habe das Bad in diesem Jahr begrüßt – 1730 weniger als in der Saison zuvor. Spitzenmonat war der Juni mit 6125 Gästen. Sogar nach den Sommerferien kamen im August noch 3462 Badegäste. „Wenn wir die Schulen nicht hätten, wären es wohl weniger“, sagt Gabriele Schuster.

Auf jeden Fall habe sich einmal mehr bestätigt, wie extrem wetterabhängig das Strandbadgeschäft ist: „Es muss durchgängig warm sein, sonst bleiben die Leute eben mal weg.“ Aber: „Wir sind zufrieden und bedanken uns bei jedem Gast, der uns besucht hat.“ Vielleicht lockt das neue Kommunikationsangebot schon im kommenden Jahr noch ein paar Leute mehr an den See.

Von Alexander Beckmann

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