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Kyritz Der Raubritter kommt zurück
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00:18 12.03.2019
Zur Generalprobe hatten die Schüler selbstverständlich ihre Kostüme angezogen. Geprobt wurde außerdem in zwei Besetzungen. Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Ein Jahr ist vorüber. Es ist Bassewitztag in Kyritz. Der Montag nach Invokavit (Rosenmontag) ist der Tag, an dem sich die Kyritzer seit 1381 – damals hatten sie seinen ersten Angriff abgewehrt – an den Sieg über den Raubritter Kurt von Bassewitz aus Mecklenburg erinnern und ein Dankesfest feiern. Auch als der Raubritter 30 Jahre später mit einer List wiederkam, gelang es ihm nicht die Stadt zu erobern. Es war sein Untergang und für die Kyritzer erneut Grund zum Feiern.

Gemeinschaftsprojekt zum Gedenktag

Für das heutige Fest in der St.-Marien-Kirche haben die Schüler der drei 5. Klassen der Goethe-Grundschule seit Wochen geprobt. Seit elf Jahren hat es nun schon Tradition, dass die Fünftklässler an die Bassewitzgeschichte erinnern. Mit im Boot sind die Kirchengemeinde und die Stadt. Die Idee für das Gemeinschaftsprojekt hatte einst Annemarie Schulze innerhalb ihrer Ausbildung zur Gemeindepädagogin. „Und es läuft wunderbar“, sagt sie während der Generalprobe in der Kirche.

„Ferien einmal anders“, so heißt das Stück in diesem Jahr. Die Enkel verbringen ihre freien Tage bei Oma und Opa, die natürlich kein Internet haben. Aber: Oma erzählt ihnen eine interessante Geschichte, natürlich über Bassewitz. So erfahren die Gäste, was es mit ihm auf sich hatte.

Der tag hat eine neue Bedeutung bekommen

Annemarie Schulze ist froh darüber, dass der Bassewitztag mit dem Gemeinschaftsprojekt wieder eine ganz neue Bedeutung bekommen hat. Früher wurde er im kleinen Kreis oftmals im Gemeinderaum gefeiert. Mittlerweile ist ein kleines Fest an der Kirche daraus geworden. Es gibt das Theaterstück, eine Andacht und die beliebten Hedwecken. Sie sind benannt nach der mutigen Hedwig, die half, den Raubritter in die Flucht zu schlagen. „Diese Geschichte darf nicht einschlafen“, so Annemarie Schulze.

Schüler befassen sich mit der Geschichte

Sie freut sich darüber, das die Kinder im Unterricht viel über die Geschichte erfahren. Sie befassen sich sogar fächerübergreifend damit. So wurden zum Beispiel im Kunstunterricht Requisiten gebaut und bemalt. Einen Fundus an Kostümen hat die Schule schon.

Die Kostüme und Requisiten werden von den Schülern im Unterricht angefertigt und zusammengestellt. Quelle: Sandra Bels

Einladung für die Knattermimen

Neu war in diesem Jahr, dass die Fünftklässler die Kyritzer Knattermimen mit einer eigens für sie angefertigten Karte zum Fest in die Kirche eingeladen hatten. Das gab es bisher noch nicht. Bassewitz und sein Gefolge (von dem Knattermimen) werden sicher heute wieder in der Kirche in der ersten Reihe sitzen. Aber wieder ganz friedlich, wie schon seit Jahren.

Zwei weitere Aufführungen

Die Fünftklässler planen neben der heutigen Aufführung zwei weitere. Das Stück wird am 12. April für die anderen Grundschüler gezeigt und kommt erneut beim Kunstfest des Kyritzer Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums zur Aufführung. Zur heutigen Premiere sind alle Kyritzer in der St.-Marien-Kirche willkommen. Beginn ist um 17 Uhr.

Hedwecken werden verteilt

Danach gibt es ein kleines, buntes Treiben vor der Kirche. Das Duo „MaMa Chalumeau“ spielt Mittelaltermusik und europäischen Folk. Außerdem werden Hedwecken an die Gottesdienstbesucher verteilt. Die Historische Gesellschaft zu Kyritz bietet heiße Getränke, Bratwurst und einiges mehr an. Die Kinder können über einem Feuer Stockbrot drehen.

Von Sandra Bels

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