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Kyritz Kyritzer fordern Einsatz für freilebende Katzen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Kyritzer fordern Einsatz für freilebende Katzen
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16:28 09.01.2020
In solche Käfige werden streunende Katzen gelockt, um sie sicherzustellen und zu kastrieren. Quelle: Tierschutzverein Brandenburg
Kyritz

Auch im Kyritzer Stadtbild sind Katzen alltäglich. Die einen haben ein Zuhause und sind bloß mal auf Freigang, andere leben ständig draußen.

Vor allem um die zweite Gruppe macht sich mancher Sorgen. In der Prignitzer Straße in Kyritz beispielsweise seien regelmäßig bis zu 15 Tiere unterwegs, berichtet eine Anruferin am MAZ-Lesertelefon. Sie ist überzeugt: „Das ist kein Katzenleben, das die Tiere hier führen.“

Überleben, aber kein gutes Leben

Offensichtlich versorgen Anwohner die Katzen zumindest ab und an mit Futter. „Wir müssen sie füttern, sonst werden sie krank“, sorgt sich die Anruferin. „Wir wissen nicht, was wir noch machen sollen.“

Die Kyritzerin fordert ein Eingreifen der Kommune, um die weitere Vermehrung der Tiere zu bremsen. „In Kyritz wird so viel Geld ausgegeben. Was in anderen Städten geht, muss doch auch hier gehen.“

Kastration als einziger Ausweg

Die konsequente Kastration freilebender Hauskatzen gilt als einzige tierschutzkonforme Lösung des Problems. Allerdings ist der Aufwand erheblich: Die Tiere müssen eingefangen, untersucht, vorbereitet, narkotisiert und operiert werden. Auch danach ist eine gewisse Betreuung erforderlich.

Das Land Brandenburg unterstützt anerkannte Tierschutzorganisationen bei Kastrationsaktionen auf Antrag mit einem Zuschuss von 20 Euro für Kater oder 50 Euro. Das deckt nicht einmal die Arztkosten.

Zudem ist in Kyritz schlicht keine Tierschutzorganisation aktiv, die zu solchen Aktionen personell und finanziell in der Lage wäre.

Stadtverwaltung sieht keine Veranlassung

Die Stadt sieht sich auf Anfrage nur dann in der Pflicht, Katzen zu versorgen, wenn es sich um entlaufene oder ausgesetzte Tiere handelt. Als solche gelten die oft schon im Freien geborenen Wildlinge jedoch nicht. Anders wäre die Situation, wenn von den Tieren eine Gesundheitsgefahr ausginge. Dann müsste das Veterinäramt des Landkreises aktiv werden, heißt es. Konkrete Angaben zur Zahl verwilderter Hauskatzen liegen der Stadtverwaltung nicht vor.

Manche Kommunen verpflichten die Halter

Als einer der Auslöser für die Misere gilt der Umstand, dass zu viele Katzenhalter ihre Tiere unkastriert ins Freie lassen. Einige brandenburgische Kommunen haben daher eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Hauskatzen erlassen. In Jüterbog beispielsweise drohen Geldbußen von 200 Euro. In Frankfurt (Oder) sind es bis zu 1000 Euro. In Luckenwalde will man seit diesem Schritt einen deutlichen Rückgang der Katzenpopulation beobachtet haben.

In Kyritz war so etwas offiziell bisher kein Thema. Voraussetzung wäre in jedem Fall ein Beschluss der Stadtverordneten.

Von Alexander Beckmann

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