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Kyritz Land fördert Erforschung der Schulgeschichte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Land fördert Erforschung der Schulgeschichte
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13:17 31.05.2019
Das heutige Kyritzer Gymnasium entstand vor fast 150 Jahren als Lehrerseminar. Quelle: Repro MAZ
Kyritz

Die Stadt Kyritz schickt sich an, den nächsten Baustein für ihr künftiges Museum zu erarbeiten. Gemeinsam mit Kuratorin Susan Hoyer hatte die ehrenamtliche Arbeitsgemeinschaft für das Museum im Klosterviertel bereits im vergangenen Jahr eine Ausstellung über das Handwerk in der Stadt auf den Weg gebracht.

Nun folgen die nächste Idee und das nächste Thema: die Schulgeschichte. Schon vor Wochen rief Susan Hoyer im Namen der Arbeitsgemeinschaft die Kyritzer auf, eventuell vorhandene Zeitzeugnisse und Erinnerungen rund um das Thema Schule und Bildung in der Stadt für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen.

Ministerium stellt knapp 9000 Euro bereit

Nun gibt es weitere Unterstützung: Das brandenburgische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur hat der Stadt Kyritz 8874 Euro aus dem Museumsförderprogramm „Kulturelle Anker“ bewilligt. Das Geld soll gezielt für die Ausstellungsgestaltung und für Forschungen zur örtlichen Schulgeschichte eingesetzt werden.

Die Kyritzer Museumsmacher setzen dabei diesmal auf noch mehr professionelle Unterstützung. Auf Empfehlung des Historischen Heimatvereins gingen sie eine Partnerschaft mit dem Unternehmen Historicity aus Potsdam ein. Die Experten werden sich der vertiefenden Erforschung der Kyritzer Schulgeschichte widmen und entsprechende Dokumentationen erarbeiten.

Schulen fast so alt wie die Stadt selbst

Zumindest einige historische Fakten sind ja bekannt. Schon wenige Jahrzehnte nach der Stadtgründung wurde 1333 eine Lateinschule der Stadtpfarrkirche erwähnt. Im Franziskanerkloster lernte der Ordensnachwuchs bis 1541 Lesen und Schreiben. Zu der Zeit bestand auch schon eine städtische Knabenschule. Spätestens 1581 gab es zudem eine Mädchenschule.

Als einer der bekanntesten Söhne der Stadt muss natürlich Carl Diercke (1842 bis 1913) Platz in der Ausstellung bekommen. Er ging in Kyritz zur Schule und widmete sich später als Lehrer der Weiterentwicklung des Bildungssystems. Sein Schulatlas prägte die Schulgeschichte landesweit nachhaltig.

1866 nahm das „Königliche Schullehrerseminar zu Kyritz“ seine Arbeit auf. 1871 bezog es das Gebäude des heutigen Gymnasiums in der Perleberger Straße. Die Einrichtung bildete als eine von dreien in Brandenburg Volksschullehrer aus. Von den 1950er bis in die späten 1980er Jahre beherbergte das Haus dann das „Institut für Lehrerbildung“.

Beitrag fürs künftige Museum im Kloster

All dies und noch so mancher weitere Aspekt sollen nun systematisch erforscht und in der neuen Ausstellung präsentiert werden. Dank der Fördermittel sind rund 80 Prozent der Kosten gedeckt. Ob die Ergebnisse Teil des künftigen Museums werden, wird sich zeigen. „Bis das Museum steht, vergehen ja noch ein paar Jahre“, sagt Rathaussprecherin Doreen Wolf. „Erst einmal müssen wir den Klausurflügel dafür herrichten.“

Wer noch Exponate oder Erinnerungen zur Kyritzer Schulgeschichte beitragen möchte, kann sich bis 14. Juni bei Susan Hoyer unter 033971/60 82 85 melden.

Von Alexander Beckmann

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