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Kyritz Lesung: Zuckerverzicht als Jungbrunnen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Lesung: Zuckerverzicht als Jungbrunnen
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14:30 22.09.2018
Anastasia Zampounidis (r.) mit Bücherfee Erika Kusma. Quelle: Renate Zunke
Kyritz

 Glücklicher, gesünder, fitter, schlanker und jünger aussehend – wer will das nicht gern sein. Folgt man den Ratschlägen von Anastasia Zampounidis, kann man diese Ziele schnell erreichen. Die Zauberformel dafür lautet konsequenter Verzicht auf Zucker. Seit dem Jahr 2006 hat die 49-jährige Fernsehmoderatorin das „weiße Gift“ aus ihrem Leben verbannt und ihre Erfahrungen in dem Buch „Für immer zuckerfrei“ veröffentlicht. Daraus las sie nun am Freitag im ausverkauften Kyritzer Möbelhaus Wagnitz vor.

Verwundert war sie darüber, dass relativ viele Männer zu dieser Veranstaltung innerhalb der Reihe Literarischer Bilderbogen der Bibliotheken des Landkreises erschienen waren. Das hätte sie bei einer Lesung nahe Hamburg ganz anders erlebt. „Auf 150 Frauen kam da ein Mann“, berichtete die Autorin.

Kekse und Glückspralinen nach Rezepten aus dem Buch

Das Publikum wurde jedenfalls gut eingestimmt auf den Abend, denn beim Eintritt konnte man Kekse und Glückspralinen kosten. Karin Kloke, Ex-Chefin des kreislichen Medienzentrums, hatte mit ihrer Familie die Köstlichkeiten nach Rezepten aus Zampounidis Buch hergestellt. Lecker, lautete die einhellige Meinung, und damit waren die meisten der Zuhörer wohl schon sehr aufnahmebereit für die kommenden Ratschläge.

Nackenverspannungen hätten sie zum Umdenken in Sachen Ernährung gebracht, berichtete Zampounidis. Besserung sollte ihr clean eating verschaffen, eine spezielle Ernährungsform, bei der unter anderen konsequent auf Industriezucker verzichtet wird. Dafür wäre Zeit notwendig, und Rückfälle seien auch nicht so schlimm, man müsse sie bloß nicht so oft haben, beruhigte die Autorin ihre Zuhörer.

Keine Stimmungstiefs mehr

Seit der Ernährungsumstellung gehörten Stimmungstiefs nicht mehr zu ihrem Leben und sie hätte wenig Trost nötig. Und sie kokettierte mit ihrem Aussehen nach dem zwölfjährigen Zuckerverzicht: „Mir tut nur meine Mutter leid, weil man mich irgendwann für ihre Enkelin hält.“

Sicher ist sich die deutsch-griechische Fernsehmoderatorin, dass essen glücklich macht, Quelle der Lebensfreude ist und die Seele streichelt. Ihre Erfahrung: Nach dem Zuckerverzicht verändern sich die Geschmacksnerven. Süßkartoffeln und Hokkaido-Kürbis schmecken viel intensiver als Schokolade. Wenn Zampounidis etwas knabbern will, dann greift sie zu Nüssen, Kernen oder Trockenfrüchten.

Wie verhält man sich in einem Restaurant?

Das aufmerksame Publikum sparte nicht mit Fragen. Stellen sich Entzugserscheinungen nach dem Zuckerverzicht ein? Kann man Stevia als Zuckerersatz benutzen? Darf man Milch trinken? Wie verhält man sich in einem Restaurant oder wenn man anderswo zum Essen eingeladen wird? Darf man Alkohol trinken?

Anastasia Zampounidis hatte auf jede Frage eine Antwort parat, gab Tipps und verriet Rezepte. „Ich esse einfach puristischer. Im Verzicht liegt die Bereicherung“, gab sie ihren Zuhörern mit auf den Weg.

Ob die nun alle Zucker komplett aus ihrem Leben verbannen, mag bezweifelt werden. Aber eine bewusstere Ernährung ist sicher der richtige Schritt. Dafür ist das Buch von Anastasia Zampounidis auf jeden Fall hilfreich.

Von Renate Zunke

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