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00:21 28.11.2018
Susan Hoyer zeigt, passend zum Märchen von Dornröschen, eine Spindel. Quelle: Julia Redepenning
Kyritz

Das Kyritzer Heimatmuseum verwandelte sich am Samstagnachmittag in eine Märchenstube. Passend zur Ausstellung „Handwerk – mit den Händen arbeiten“, gab es für Kinder und Erwachsene eine Märchenlesung.

Museumskuratorin Susan Hoyer hatte im wahrsten Wortsinn Geschichten zum Anfassen zusammengestellt, denn die im Märchen vorkommenden Handwerks-Utensilien konnten die Besucher ansehen und anfassen. . „Wir möchten, dass die Zuhörer die Ausstellung entdecken“, sagte Susan Hoyer, „gerade Kinder können sich so länger konzentrieren“.

Werner John als "Tapferes Schneiderlein". Quelle: Julia Redepenning

Auf dem Programm standen sieben Märchen mit jeweils eine Länge von zehn Minuten. Im Anschluss jeder Lesung wurden die Zuhörer geschickt eingebunden. „Habt ihr vielleicht etwas aus dem Märchen wiedererkannt, dass ihr hier finden könnt?“ Mit Fragen wie dieser forderte Susan Hoyer die Kinder auf, die handwerkliche Ausstellung genauer zu betrachten. Im Hintergrund wurde auf einer Leinwand, passend zur Erzählung, verschiedene Bilder gezeigt, damit sich das Publikum auch ein Bild von den Figuren der Geschichten machen konnten.

So wurde zur Lesung des Märchens vom Dornröschen ein Spinnrad ausgestellt, dessen Spindel Susan Hoyer abnahm, damit die Gäste sie einmal anfassen können.

Susan Hoyer zeigt Stoffe, wie sie vom Tapferen Schneiderlein hätten benutzt werden können. Quelle: Julia Redepenning

Gerade die Kinder waren begeistert. Werner John war nicht nur der Leser des „Tapferen Schneiderleins“, sondern er verkörperte auch den pfiffigen Schneidergesellen.

Kostümiert präsentierte er sich seinen Zuhörern und brachte allen das Handwerk des Schneiders nahe. „Wisst ihr wofür man diese Schere verwendet?“, fragte er sein Publikum und zeigte, wie früher Stoffe geschnitten und vermessen wurden. Alle waren sehr begeistert.

Um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen, wurden den Gästen nicht nur wunderbare Erzählungen geboten, sondern es gab auch Kaffee, Tee und Gebäcke. Zwischen den Märchen wurde eine kurze Pause eingelegt.

Die Besucher lauschten mit Spannung den Geschichten. Quelle: Julia Redepenning

Bei heißen Getränken und Keksen kamen alle ins Gespräch und bekamen die Möglichkeit, mit der Veranstalterin ein paar Worte auszutauschen und sich die Ausstellung anzusehen. Diese Möglichkeiten wurden von den Gästen auch dankend angenommen.

Den Kindern wurden die verschiedenen Gerätschaften gezeigt und erklärt. Auch die kleine Stärkung verzauberte das Heimatmuseum in ein kleines Wohnzimmer. Nach weiteren Lesungen wurde zum Ende die Veranstaltung ebenfalls mit einem Beisammensein, Gesprächen und Speisen beendet. Es war ein Nachmittag voller Zauber, schöner und bekannter Märchen und interessanten Hintergrundformationen.

Auch in Erzählungen, die viele selber aus ihrer Kindheit kennen, steckt oft mehr versteckt, als gedacht. Das Handwerk ist damals wie heute ein fester Bestandteil unseres täglichen Lebens. Egal ob Schneider, Bäcker, Tuchmacher oder Schuster, es sind Berufe, die auch schon in Märchen ihren Platz eingenommen haben und das wurde bei dieser Märchenstunde auch erklärt und veranschaulicht.

Die Kinder hatten noch nie Flachs angefasst, wie er früher versponnen wurde, hier zeigt Susan Hoyer den Kindern den Grundstoff. Quelle: Julia Redepenning

Am 9. Dezember findet die letzte Veranstaltung der Sonderausstellung „Handwerk- mit Händen arbeiten“ im Kyritzer Heimatmuseum in der Johann-Sebastian Bachstraße 6 statt.

Bei der „Finissage mit Kaffee und Kuchen“ wird es ein Weihnachtsbasteln geben. „Wir haben an diesem Tag auch ein kleines Spezial. Es wird eine Spinnerin mit ihrem Spinnrad kommen“, verkündet Susan Hoyer.

Parallel zum Weihnachtsmarkt in Kyritz, der vom 7. bis 9. Dezember stattfindet, möchte Museumskuratorin Susan Hoyer ihre Ausstellung mit einer weihnachtlichen und handwerklichen Veranstaltung beenden.

Von 14 bis 16 Uhr kann diese besucht werden und der Eintritt ist an diesem Tag frei. Gäste und Freunde des Handwerks sind herzlich eingeladen.

Von Julia Redepenning

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