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Kyritz Wo den Museumsleuten aus der Region der Schuh überall drückt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Wo den Museumsleuten aus der Region der Schuh überall drückt
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17:06 13.05.2019
Diskussion während der Regionalkonferenz im Kyritzer Rathaus. Quelle: André Reichel
Kyritz

Der Museumsverband des Landes Brandenburg lud dieser Tage zu einer Regionalkonferenz in den Sitzungssaal des Kyritzer Rathauses ein. Es ging darum, sich über die aktuelle Situation der einzelnen Einrichtungen auszutauschen und auch gemeinsam über die Zukunft zu sprechen.

Im Vorfeld führte der Museumsverband eine statistische Erhebung zur Lage der Brandenburgischen Museen durch: 378 Museen wurden hierfür angeschrieben. 217 haben geantwortet, was ein Rücklauf von 57 Prozent bedeutet.

Hohe Beteiligung an Umfrage des Museumsverbandes in Kleeblattregion

Von den 30 Museen des Kreises Ostprignitz-Ruppin (OPR) beteiligten sich 13 an der Erhebung, was einen Anteil von 43,3 Prozent bedeutet. In der Kleeblattregion war die Teilnahme an der Umfrage deutlich höher, wie zu erfahren war.

Bei der Konferenz wurden speziell die Daten des Landkreises OPR aus der Umfrage ausgewertet. Eingeladen wurden alle Museen in OPR und museumsartige Einrichtungen, wie etwa Heimatstuben. Die entsprechenden Einrichtungen aus der Kleeblattregion ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen. Fast alle schickten Vertreter, die an der Konferenz im Rathaus teilnahmen und mitdiskutierten.

Vertreter fast aller Kleeblattmuseen bei Konferenz mit dabei

Von der Patent-Papierfabrik Hohenofen waren Irina Maslennikova und Dietmar Miehlke vor Ort. Dorit Geu aus Neustadt vertrat die Interessen der Kahlbutz-Gruft in Kampehl. Zugegen waren auch Ulrich Waniewski vom Förderverein Agrarflug Kyritz, sowie die Leiterin des Wusterhausener Wegemuseums, Katharina Zimmermann und die Kyritzer Museumskuratorin Susan Hoyer.

Aus Wusterhausen nahmen auch der Leiter der Abteilung Bildung und Soziales, Jürgen Gottschalk und die Chefin des Kulturvereins, Bärbel Hartwig teil. Das Neustädter Gaswerk wurde durch Gudrun Weiß vertreten und das Kutschenmuseum der Pferdestadt durch Jörg Menge.

Zur Eröffnung sprachen der Landrat des Kreises Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt, Maja Oeljeschläger, Vorstandsmitglied des Museumsverbandes Brandenburg und die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke ein paar Grußworte. Die Moderation übernahm die Chefin des Museumsverbandes, Susanne Köstering. Bei der Präsentation der Umfrageergebnisse wurde deutlich, dass die häufigste Museumsgattung im Land das regionalgeschichtliche Museum ist, gefolgt von den Technikmuseen.

Kassenkräfte arbeiten meist in prekären Arbeitsverhältnissen

Die meisten Museen werden von Vereinen, Städten und Gemeinden getragen. In OPR fallen auf die Vereine 31 Prozent und auf die Städte und Gemeinden 23 Prozent. Kreis und Land kommen nur auf je 8 Prozent. Zur Sprache kam auch, dass in vielen Fällen Kassenkräfte und Aufsichten in prekären Arbeitsverhältnissen oder ehrenamtlich tätig sind.

In von Städten und Gemeinden getragenen Museen arbeiten im Schnitt regelmäßig 3,8 Mitarbeiter. Bei vereinsgetragenen Museen sind es 4,7 zumeist ehrenamtliche Mitarbeiter. Insgesamt zu wenige, wie die Kyritzer Museumskuratorin findet. „Da kommt die sehr wichtige Arbeit an den Sammlungen und die Forschungstätigkeit zwangsläufig zu kurz“ , so Susan Hoyer.

Fördermittelanträge sind zu kompliziert

Eckhard Dürr vom Dessower Brauereimuseum merkte an, dass die Fördermittelanträge viel zu kompliziert seinen und sein Verein dadurch schon mehrfach leer ausgingen, weil ihre Anträge fehlerhaft waren und dadurch nicht berücksichtig wurden. Diese und andere kritische Anmerkungen nahm die Chefin des Museumsverbandes dankend auf und versprach, sich dieser ernsthaft anzunehmen.

Von André Reichel

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