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Kyritz Lebensretter geraten in Platznot
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14:11 14.11.2018
Fahrzeuge können an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Kyritz kaum noch rangieren, erklärt Sachgebietsleiter Sven Kluge (2.v.l.). Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Die Feuerwehrtechnische Zentrale (FTZ) in Kyritz platzt aus allen Nähten. Das ist das Fazit des zuständigen Sachgebietsleiters der Kreisverwaltung, Sven Kluge, der jetzt den Bau- und Wirtschaftsausschuss des Kreistages über die Situation informierte.

Die FTZ in der Pritzwalker Straße ist seit über 20 Jahren der zentrale Standort im Landkreis für die Wartung von Technik und Ausrüstung der Feuerwehren und für ihre Ausbildung. Vier Mitarbeiter kümmern sich beispielsweise um die Wartung von Atemschutzgeräten und um das Training im Umgang mit ihnen, um die Reinigung von Einsatzbekleidung und Schläuchen sowie um die Instandhaltung von Einsatzfahrzeugen und Pumpen. Außerdem bietet das Gelände Schulungsräume und Anlagen für praktisches Training.

Die Zentrale befindet sich auf einem ehemaligen Bauerngehöft

Das ehemalige Bauerngehöft wurde seit Mitte der 90er Jahre Stück für Stück bis auf den letzten Quadratmeter für Werkstätten, Fahrzeughallen, Trainingsanlagen und Schulungsräume ausgenutzt.

„Es wurde nie ein langfristiges Konzept entwickelt, sondern immer nur bei Bedarf an- und ausgebaut“, schätzt Sven Kluge ein. Und dieser Bedarf sei in den vergangenen Jahren weiter erheblich gestiegen. Fahrzeuge wurden komplexer und vor allem größer. „Wir brauchen relativ viel Technik, um an den Fahrzeugen überhaupt was zu machen.“ Außerdem kamen speziell für den Katastrophenschutz eine ganze Reihe neuer Lkw hinzu, die auf dem Gelände stationiert sind. „Wir sind an der Grenze dessen gekommen, wie man so etwas vernünftig betreiben kann“, sagt Sven Kluge.

Fahrzeuge sollen nicht im Freien stehen

Als akut schätzt der Sachgebietsleiter vor allem die Stellplatzsituation ein. Man könne die Einsatztechnik nicht einfach im Freien stehen lassen. Schließlich müsse sie jederzeit einsatzbereit sein. Zudem werde das Rangieren auf dem Gelände immer aufwändiger.

Zwei Varianten für eine Kapazitätserweiterung habe man erarbeitet: Den Neubau einer Halle mit sechs Stellplätzen auf einer Fläche die derzeit Einsatzübungen dient. Der Platz würde noch knapper. Kostenpunkt: etwa 400.000 Euro. Oder eine neue Halle mit elf Plätzen als Ersatz für die alten Anhängergaragen und für eine vor Jahren errichtete unbeheizte Leichtbauhalle. Das würde rund 750.000 Euro kosten.

Ein Betrag für Investitionen steht im Haushalt

Es gehe um ein mittelfristiges Vorhaben, betonte Mathias Wittmoser als zuständiger Amtsleiter der Kreisverwaltung. „Wir wollen etwas für die nächsten 20 Jahre machen. Das Thema kommt irgendwann.“

Der Entwurf des Kreishaushalts 2019 enthält durchaus einen Betrag für Investitionen in die FTZ. Allerdings würde der nur für die kleine Variante reichen. Die Mitglieder des Bau- und Wirtschaftsausschusses schätzten jedoch die größere Halle mehrheitlich als sinnvoller ein. Dafür müsste an anderer Stelle gespart werden – beispielsweise beim Straßenbau.

Für die Halle gibt es kein Fördergeld

„Wir sind natürlich in dem Dilemma, dass es für solche Bauwerke wie die Halle keine Fördermittel gibt“, gab Vize-Landrat Werner Nüse zu bedenken. 250.000 Euro, die man für die FTZ umleitet, könnten so dazu führen, dass andernorts auf die Investition von einer Million verzichtet werden muss.

Ausschussmitglied Freke Over (Die Linke) erinnerte daran, dass die Fahrzeuge für den Katastrophenschutz im Auftrag des Landes in Kyritz stationiert wurden. „Vielleicht sollten wir da mal fragen, wo wir die millionenschwere Technik unterstellen sollen.“

Einen Beschluss dazu, wie es in der FTZ weitergehen soll, hatte der Ausschuss noch nicht auf dem Tisch. Das Thema wird den Kreistag aber noch beschäftigen.

Von Alexander Beckmann

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