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Kyritz „Sterntaler“ unterstützen Hospizhelfer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz „Sterntaler“ unterstützen Hospizhelfer
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21:46 27.07.2019
Dank der Sterntaler-Unterstützung konnten ehrenamtliche Hospizhelfer in Kyritz ein Einführungsseminar zur Trauerbegleitung absolvieren. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Der Ambulante Hospizdienst Kyritz hat begonnen, seine Unterstützung für sterbende Menschen und aktuell auch für deren Angehörige auf ein noch qualifizierteres Fundament zu stellen. Am Wochenende absolvierten sieben ehrenamtliche Hospizhelfer des Vereins in Kyritz ein zweitägiges Einführungsseminar zur Trauerbegleitung.

Möglich wurde das unter anderem Dank der Unterstützung der MAZ-Leser. 2000 der fast 11.700 Euro, die sie im Zuge der letztjährigen Sterntaler-Aktion von MAZ, Volkssolidarität und Sparkasse spendeten, wurden für das spezielle Seminar verwendet.

Qualifizierte Begleitung für Angehörige

„Wir wollen ein Trauercafé einrichten“, erklärte die Hospizdienstkoordinatorin Thekla Köppen, „als einen Ort, an dem sich Trauernde begegnen können und an dem sie qualifiziert begleitet werden.“ Das Seminar gilt als erster Schritt in diese Richtung.

Seminarleiter Axel R. Langner von der Deutschen Sozialakademie Berlin erklärte das Anliegen so: „Trauerbegleitung ist wie ein Rettungsring, wenn man im Meer der Emotionen zu ertrinken droht.“

Langner vermittelte an dem Wochenende in 20 mal 45 Minuten Einblicke in das Wesen der Trauer, erklärte, was sie beeinflusst und wie sich Betroffenen helfen lässt. Auch Themen wie Rituale oder Gesprächsführung kamen einleitend zu Sprache. „Damit die Menschen erst einmal ein Gespür dafür bekommen, was sie erwartet.“

Hilfe ohne staatliche Unterstützung

Axel R. Langner ist seit 25 Jahren bundesweit auf dem Gebiet der sozialen Bildung aktiv. Zum Thema Sterben und Trauern gelangte er über eine Tätigkeit in der Notfallseelsorge.

„Ich glaube, die Spenden sind eine wichtige Unterstützung für die Trauerbegleitung“, sagt der Experte. „Dafür gibt es ja keine staatliche Förderung.“

In Kyritz wird die jetzt begonnene Ausbildung auch von der Stadt unterstützt. Ansonsten finanziert der Hospizdienst sich und seine Arbeit aus Spenden und Zuschüssen der Krankenkassen. Für Sterbende und ihre Angehörigen sind seine Leistungen kostenlos.

Seminar ist der Einstieg ins Thema

Gegenwärtig sind 45 ehrenamtliche Hospizhelfer für den Verein tätig. Im Grunde würde er sie alle gern nach und nach auch für die Trauerbegleitung qualifizieren. „Das gehört ja zu dem Ehrenamt dazu“, findet Thekla Köppen. Allerdings sei das für den Einzelnen natürlich auch eine Frage der persönlichen Kapazitäten.

Schon das aktuelle Seminar bietet ja nur einen Einstieg in die Thematik. Der Bundesverband Trauerbegleitung empfiehlt für die Ausbildung mindestens 80 Unterrichtseinheiten – also viermal so viel wie das Seminar vom Wochenende. „Wie wir da weitermachen, das hängt auch von unseren Finanzierungsmöglichkeiten ab“, sagt Thekla Köppen.

Der Verein Ambulanter Hospizdienst Kyritz wurde 2010 gegründet, um Sterbenden und ihren Angehörigen in der Region konfessionsungebundene Hilfe zu leisten. Sein Wirkungsbereich reicht längst bis nach Wittstock und Pritzwalk.

Kontakt unter Telefon 033971/86 99 74 oder per E-Mail an hospizdienst-kyritz@arcor.de.

Von Alexander Beckmann

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