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Kyritz Singend in das neue Jahr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Singend in das neue Jahr
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00:17 01.01.2019
Gerda Rauhöft mit dem aktuellen Segen und den Kindern Helene und Julius Schick, Ben Kieper und Philipp Schneider. Quelle: Matthias Anke
Kyritz

„Wir kommen aus dem Morgenland,/ wir kommen geführt von Gottes Hand,/ wir wünschen Euch ein fröhliches Jahr,/ Kaspar, Melchoir und Balthasar.“ Mit solchen und anderen Liedzeilen ziehen schon seit einigen Tagen und noch die gesamte kommende Woche über wieder Kinder und Jugendliche als Sternsinger durch den Kyritzer Altkreis und durch viele Orte auch in der weiteren Umgebung.

Doch wer da samt Krone, Umhang und Sternenschild aussieht wie ein Kaspar, Melchior und Balthasar, sind beispielsweise Helene und Julius Schick, Ben Kieper und Philipp Schneider. Sie gehören zu denjenigen, die am zweiten Weihnachtsfeiertag von der Kyritzer katholischen Heilig-Geist-Gemeinde und deren Pfarrer Markus Hahn als Sternsinger entsendet wurden.

Auch viele nichtkirchliche Kinder sind dabei

Auf ihren Wegen begleitet sie Gerda Rauhöft. „Wir machen alle schon mit, seit wir klein waren“, erzählt der zehnjährige Ben Kieper.

Seine Mutter Franziska Kieper, die diese Aktion koordiniert und ebenso eine der Begleiterinnen der Kinder ist, erklärt: „Eigentlich ist das ja eine rein katholische Aktion. Es sind aber immer auch ziemlich viele andere Kinder einfach so aus Freude daran dabei. Die sind evangelisch oder haben manchmal sogar gar nichts mit Kirche zu tun, kommen eben aus dem Freundeskreis mit.“ Das Pensum sei schließlich beachtlich: „Wir besuchen etwa 230 Familien.“

Bei der Aussendung der Kyritzer Sternsinger. Quelle: Privat

Überall wird gesungen und um Spenden gebeten und das wieder bundesweit bei diesem Dreikönigssingen des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“ und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend. Ging es 2016/17 um den Klimawandel, stand 2017/18 das Thema Kinderarbeit im Mittelpunkt. Motto: „Gemeinsam gegen Kinderarbeit in Indien und weltweit.“

Jetzt lautet es beim 61. Dreikönigssingen 2019: „Wir gehören zusammen in Peru und weltweit.“ Die Hilfe gilt Kindern mit Behinderung.

Das bundesweite Sammelergebnis aus dem Vorjahr mit 48,8 Millionen Euro wurde als neuer Rekord gefeiert. „Gegen den Trend, dass die Bereitschaft der Menschen sinkt, Geld an gemeinnützige oder kirchliche Organisationen zu spenden, haben die Sternsinger mit ihrem Einsatz das höchste Sammelergebnis in ihrer Geschichte zusammengetragen“, hieß es anschließend in der Pressemitteilung des Kindermissionswerkes.

Kyritzer Sternsinger gehören zu den bundesweit 300.000

Rund 300 000 Sternsinger waren dafür wieder unterwegs. Seit 1959 kamen so bereits mehr als eine Milliarde Euro zusammen. Knapp 73 000 Projekte ließen sich damit unterstützen. Populär ist die Aktion auch wegen der alljährlichen Besuche von Sternsingern bei den höchsten Politikern des Landes.

Im Januar 2017 kamen im Raum Kyritz 3800 Euro zusammen. Anfang dieses Jahres 2018 waren es ebenso gute 3500 Euro, die von den zwei Dutzend Sternsingern eingesammelt wurden. Was sie in der Region diesmal schaffen, zeigt sich spätestens bis zum kommenden Montag, wie Pfarrer Markus Hahn sagt. Am Sonntag, 6. Januar, erfolge anlässlich dieses Tages der Heiligen drei Könige zwar schon der Abschlussgottesdienst. „Am Montag schauen die Kinder traditionell aber auch noch im Kyritzer Rathaus bei Bürgermeisterin Nora Görke vorbei.“

Die Stadtverwaltung wird dann gesegnet. Das Zeichen „20*C+M+B+19“ wird davon künden, also Christus mansionem benedicat, sprich Christus segne dieses Haus. Der Stern steht für den Stern von Betlehem, die drei Kreuze versinnbildlichen den dreifaltigen Gott.

Der Segen wird heutzutage auch aufgeklebt Quelle: Matthias Anke

Eine ganze Woche ist es bis dahin. Derweil singen die vielen kleinen „drei Könige“, die nicht mit dem „CMB“ verwechselt werden sollten, vielerorts noch eine ganze Menge. Etwa so: „Wir tun die geweihte Kreide herfür:/, Nun lasst uns schreiben an Eure Tür!/ So wünschen wir Euch ein gesegnetes Jahr: Kaspar, Melchior und Balthasar.“

Von Matthias Anke

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