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Kyritz Sturm setzte vor allem den Bäumen zu
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Sturm setzte vor allem den Bäumen zu
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15:42 30.09.2019
Ab und an lagen Äste oder ganze Bäume über den Straßen und Wegen. Doch schwere Sturmschäden blieben am Montag die Ausnahme. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Mit „Mortimer“ zog am Montag das erste herbstliche Sturmtief über die Region. Die Kyritzer Wetterstation meldete am Vormittag Böen mit bis zu 86 Kilometern pro Stunde. Das entspricht Windstärke 9. Örtlich könnten aber durchaus noch höhere Windstärken aufgetreten sein.

Zu flächendeckenden Schäden wie im Oktober 2017 führte das zwar nicht, doch zumindest in Neuruppin wurde infolge des starken Windes ein Mensch verletzt. In der Fehrbelliner Straße der Kreisstadt stürzte am Vormittag ein Baum um und begrub eine Frau unter sich. Die 44-Jährige konnte nach Angaben der Polizei von Einsatzkräften der Feuerwehr befreit werden. Die Retter brachten die Frau in ein Krankenhaus.

Feuerwehren mussten mehrere Male ausrücken

Auch in der Kyritzer Region beschäftigten umgestürzte Bäume und abgerissene Äste die Feuerwehr. Die meisten Einsätze verzeichnete man im Amt Neustadt. Dreimal rückten Einsatzkräfte aus – wenn auch in einem Fall nun in Person von Amtsbrandmeister Heino Arndt. Den dicken Ast, der am Vormittag auf der Straße zwischen Neustadt und Dreetz lag, konnte er zusammen mit zwei hilfsbereiten Kraftfahrern selbst forträumen. „Da musste die Feuerwehr nicht raus.“

In Goldbeck, wo am späten Vormittag in der Nähe des Friedhofs ein dicker Eichenast auf die Fahrbahn gestürzt war, musste die Feuerwehr hingegen ran. In Sophiendorf brauchte es die Hilfe der Breddiner Feuerwehr, um Bruchholz von der Straße zu entfernen. „Wichtig ist, dass niemand verletzt wurde“, sagt Heino Arndt.

Manches ließ sich ohne Notruf regeln

Feuerwehrleute aus Barenthin und Gumtow rückten um 9.23 Uhr aus, um einen Baum von Straße zwischen Barenthin und Berlitt zu ziehen. Ein gute halbe Stunde später waren die Gumtower gemeinsam mit ihren Dannenwalder Kameraden erneut unterwegs: Zwischen Dannenwalde und der B 103 hatte ein umstürzender Baum einen Telefonleitungsmast mit umgerissen. Um einen weiteren Stamm auf der Wutiker Siedlungsstraße kümmerten sich Gemeindearbeiter. „Es hielt sich alles im Rahmen“, lautet das Fazit des Gumtower Ordnungsamtsleiters Detlef Störing.

Die Kyritzer Feuerwehr wurde nur einmal nach Berlitt gerufen – ebenfalls wegen eines Astes auf der Straße. „Das war eine kleine Sache“, schätzt Gerätewart Mario Thormann ein.

Seine Wusterhausener Kollegen rückten sogar ganz umsonst aus: Als sie am gemeldeten Einsatzort zwischen Wusterhausen und Bantikow eintrafen, war vom Bruchholz nichts mehr zu finden. Offenbar hatte schon jemand anders zugepackt.

Laga blieb am Montag geschlossen

Anderswo waren durchaus auch ernsthaftere Sachschäden zu verzeichnen. In Pritzwalk stürzte eine Birke auf eine Garage am Meyenburger Tor. Offenbar war der Baum schon geschwächt.

Das Gelände der Landesgartenschau (Laga) in Wittstock blieb ab Montag wegen der Unwetterwarnungen ganztägig geschlossen. Vor allem im Friedrich-Ebert-Park mit seinen alten Bäumen ließen sich Gefahren durch herabfallende Äste für Besucher und Mitarbeiter nicht ausschließen, sagte Laga-Sprecher Matthias Bruck. Erst am Mittwoch wird die Laga wieder für Besucher geöffnet. Eine Reihe von Interessenten musste am Montag enttäuscht wieder abziehen.

Von Alexander Beckmann

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