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Kyritz Telekom kündigt Mobilnetzausbau an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Telekom kündigt Mobilnetzausbau an
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17:25 23.07.2019
Zumindest einige Funklöcher soll das neue Ausbauvorhaben im ländlichen Raum stopfen. Quelle: Inga Kjer/dpa
Kyritz

Das Handynetz im Landkreis soll dichter werden. Das verspricht jetzt die Deutsche Telekom. Nach eigenen Angaben plant sie, in den kommenden Monaten im Kreisgebiet etwa 30 neue Mobilfunkstationen zu errichten.

Ziel sei der Ausbau der mobilen Datenübertragung per LTE. Dieser Standard ermöglicht modernen Smartphones den schnellen Zugang zum Internet und zu den darauf basierenden Serviceangeboten. Das reicht vom Webzugang bis hin zur Übertragung von Tönen und Videos. Bis zu 50 Megabit pro Sekunde sind laut Telekom möglich.

Zusammenarbeit mit den Kommunen

„Dabei sollen vor allem die ländlichen Bereiche noch besser mit Mobilfunk versorgt werden“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Die Standorte für die neuen Anlagen stünden in den meisten Fällen bereits fest. Die Kommunen habe man in die Planungen mit einbezogen. Als nächstes werde man die Baugenehmigungen beantragen.

Unter großem Medieninteresse hatte der damalige Telekom-Chef René Obermann 2010 in Kyritz den bundesweit ersten LTE-Standort in Betrieb genommen. Quelle: Alexander Beckmann

Die Kleeblattregion nimmt dabei zumindest historisch gesehen eine Sonderrolle ein: 2010 hatte die Telekom in Kyritz die bundesweit erste Mobilfunkstation nach dem aktuellen LTE-Standard in Betrieb genommen. Seitdem geriet die Region in Sachen Netzausbau allerdings etwas ins Hintertreffen. Nach wie vor gibt es im weiteren Umkreis um die Stadt Bereiche, in denen man per Handy nicht einmal telefonieren kann – von einem schnellen Internetzugang ganz zu schweigen.

Unter anderem Dreetz, Dessow, Nackel und Segeletz

Zu den bekanntesten Beispielen zählt der Dreetzer Raum. „Wir sind seit Jahren mit der Telekom im Gespräch“, berichtet der Neustädter Amtsdirektor Dieter Fuchs, der selbst in Dreetz wohnt. So weit er weiß, wird der Ort bei der neuen Ausbauinitiative der Telekom einer der Schwerpunkt sein. Die Verträge über zusätzliche Mobilfunkstandorte seien unterschrieben. „Ich hoffe, dass sie da jetzt wirklich bald anfangen zu bauen.“

Auch in Wusterhausen sorgen die geplanten Funkstationen für Zuversicht. „Im Gespräch sind Dessow, Nackel und Segeletz“, erklärt Vize-Bürgermeister Jürgen Gottschalk, über dessen Schreibtisch die Telekom-Vorhaben gingen. „Der Bedarf ist auf jeden Fall da“, zeigt sich Gottschalk überzeugt. Immerhin: „Es sind auch schon bestehende Standorte aufgerüstet worden.“ Speziell der Osten des Gemeindegebietes weist in Sachen Netzabdeckung aber noch große weiße Flecken auf.

Flächendeckende Versorgung bleibt Ziel

Ganz verschwinden werden die trotz der neuen Funktürme nicht. Das weiß auch OPR-Landrat Ralf Reinhardt. Trotzdem freue man sich über das Ausbauprogramm. „Es ist ein großer Schritt in Richtung einer flächendeckenden Mobilfunkversorgung, die unser Hauptziel bleibt.“

Alles in allem plant die Telekom nach eigenen Angaben, die Zahl der Mobilfunkstandorte bis Ende 2021 bundesweit von rund 30.000 auf 36.000 zu erhöhen.

Die bessere Verfügbarkeit von LTE in der Region bedeutet übrigens nicht zwangsläufig bessere Bedingungen fürs Telefonieren. Sprachverbindungen liefen im Mobilfunk bisher meist über andere Verfahren als Datenverbindungen. LTE beschleunigt aber nur letztere. Zwar lassen sich auch darüber Gespräche führen, doch müssen sowohl das Handy als auch der Mobilfunkbetreiber die „Voice over LTE“ genannte Verfahren unterstützen. Das ist noch längst nicht die Regel.

Von Alexander Beckmann

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