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Kyritz Theater am Pilgerweg in Berlitt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Theater am Pilgerweg in Berlitt
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14:26 09.09.2019
„Theater am Pilgerweg“ im Gutspark von Berlitt gab es am Wochenende zum fünften Mal. Quelle: André Reichel
Berlitt

Der Kyritzer Ortsteil beteiligt sich seit etlichen Jahren am Tag des offenen Denkmals. Berlitt hat schließlich auch einiges zu bieten. Neben der mittelalterlichen Feldsteinkirche sei noch das Gutshaus zu erwähnen, wie auch der dazugehörige denkmalgeschützte Park.

Eben dieser stand am Sonntag im Mittelpunkt des Geschehens. Die Theatergruppe „Theater am Pilgerweg des Vereins der Wunderblutkirche in Bad Wilsnack führte dort ein Stück aus der mittelalterlichen Wallfahrtsgeschichte von Wilsnack auf.

Bärbel Mann schreibt die Theaterstücke

Bärbel Mann ist Kopf der Gruppe. Die 80-Jährige aus Bad Wilsnack beschäftigt sich intensiv mit der Geschichte ihres Heimatorts und schrieb schon mehrere Stücke, die am Tag des offenen Denkmals jeweils auch in Berlitt aufgeführt wurden. „Beim Pilgerfest bei uns in Bad Wilsnack und in anderen Orten entlang des historischen Pilgerweges führen wir unsere Stücke auch auf“, berichtete Bärbel Mann.

Beim „Theater am Pilgerweg“ am Tag des offenen Denkmals im Gutspark in Berlitt. Quelle: André Reichel

Ihr aktuelles Stück, bei dem sie wie bei allen anderen auch, die Regie führte, standen kirchenpolitische Auseinandersetzungen zur Zeit des Reformators Martin Luther im Mittelpunkt des Geschehens.

Längst nicht jeder wollte darin mehr an die Bluthostien glauben und zweifelten deren Wundertätigkeit an. Das missfiel jedoch all jenen kirchlichen und auch weltlichen Wilsnackern, die daran gut verdienten.

Die Darsteller aus Bad Wilsnack. Quelle: André Reichel

40 Besucher in Berlitt

Gut 40 Besucher fanden sich zur Aufführung im Gutspark ein. Berlitts Ortsvorsteher Harald Backhaus zeigte sich angesichts der positiven Resonanz angenehm überrascht: „Dafür, dass auch anderswo etwas los ist, haben wir erstaunlich viele Gäste“.

Beim „Theater am Pilgerweg“ am Tag des offenen Denkmals im Gutspark in Berlitt. Quelle: André Reichel

Schließlich hatte in Kyritz ja auch das Franziskanerkloster geöffnet und auch in anderen Orten waren einige öffentliche und private Häuser von denkmalpflegerischem Wert für Besucher geöffnet. Nach der Aufführung in Berlitt konnten es sich die Gäste im Gutshaus bei Kaffee und Kuchen gemütlich machen. Einige Frauen aus dem Dorf kümmerten sich im Gemeinderaum um das leibliche Wohl der Gäste.

Kinovorführung am Abend

Noch am selben Abend ab 19 Uhr fand ebenfalls im Gemeinderaum eine Kinovorführung statt. Sozialarbeiter Michael Herbst von der Berlin-Brandenburgischen Landjugend zeigte den DDR-Film „Das Kaninchen bin ich“.

Seit Beginn diesen Jahres werden in Berlitt in lockerer Folge immer wieder Filme aus DDR-Produktion gezeigt. „Die Reihe werden wir auch im nächsten Jahr fortsetzen“, sagte Harald Backhaus. In Vier Wochen findet die Filmreihe bereits ihre Fortsetzung mit „Hände hoch, oder ich schieße“.

Von André Reichel

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