Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Kyritz Arbeit für Umweltschützer und Mülldetektive
Lokales Ostprignitz-Ruppin Kyritz Arbeit für Umweltschützer und Mülldetektive
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:24 13.08.2019
Der Heimatverein, Angela Städeke (r.), und die Kreativwerkstatt „Muckout", Jenny Karl (l.) und Silvia Last, haben zusammen ein Umweltprojekt initiiert, bei dem Kunstwerke aus gesammeltem Müll entstehen.    Quelle: Sandra Bels
Kyritz

Lass uns die Welt retten. Mülltüte für Mülltüte. Wir lieben unseren See, unseren Wald unsere Felder und unsere Stadt. Mit diesem Aufruf wollen der Heimatverein Kyritz und die Kreativwerkstatt „Muckout“ Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren dafür begeistern, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen. Für die Initiatoren Jenny Karl und Silvia Last als Kreative und Angela Städeke vom Heimatverein ist Müll eine der größten Herausforderungen. „Wir wollen ihr auf kreative Weise begegnen“, sagen sie.

Der Müll ist das Medium

Der Müll ist dabei das Medium. Er wird aber nicht nur aus der Natur geholt, um sie zu entlasten. Die Projektteilnehmer sollen einen neuen Bezug dazu bekommen, Ideen entwickeln, wie Müll vermieden werden oder wie man ihn weiter verwenden kann.

„Wir wollen sie darin bestärken, sich ihre Umgebung genauer anzuschauen und in ihr Dinge zu entdecken, die sie inspirieren und mit denen sie sich ausdrücken können ohne Atelier und Werkstatt“, sagt Silvia Last. Das soll zunächst bei gemeinsamen Spaziergängen geschehen. Später geht es dann mit dem Gesammelten in die Kreativ-Werkstatt, wo Kunstwerke jeglicher Art entstehen können. Start ist am 23. August.

25 Plätze für Teilnehmer

Als Kooperationspartner des Projektes „Umweltschutz medial und kreativ begreifen“ sind auch die Linden-Schule und die Stephanus-Stiftung dabei. Insgesamt gibt es 25 Plätze. Die Teilnahme ist kostenfrei und freiwillig. Das Angebot findet immer freitags am Nachmittag bei „Muckout“ statt. Es ist ein offenes Freizeitangebot, dass Kinder und Jugendliche aus Heilbrunn, Ganz (über Stephanus) und Kyritz.zusammenbringen soll.

„Die Idee schlummerte schon lange in meinem Kopf“, sagt Silvia Last. Jenny Karl entdeckte das Förderprojekt „Künste öffnen Welten“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung. Der Heimatverein als Kooperationspartner war sofort mit im Boot und stellte den Förderantrag.

Ziel ist eine Ausstellung

Das Projekt dauert ein Jahr. Ziel ist es, eine Ausstellung mit Kunstobjekten zu erstellen, die dann als erstes beim Heimatverein gezeigt wird. Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. „Zunächst erkunden wir erst einmal die Umgebung“, so Silvia Last.

Müll wie dieser soll in den Kunstwerken verarbeitet werden.   Quelle: Sandra Bels

Sie hat schon den einen oder anderen Müll entdeckt, wie einen alten Fernseher. Der wird natürlich nicht mitgenommen, aber die Kinder und Jugendlichen sollen die Funde auch dokumentieren. Ein Teil des Gesammelten wird recycelt, der andere Teil zu Kunstwerken verarbeitet. In der Ausstellung sollen sich später Infotafeln finden, Mahn-Schilder, die Fotos vom Müll und ein Video von den Arbeiten.

Papier pressen und Videos drehen

Silvia Last plant ebenfalls, aus gesammeltem Papier neues zu pressen. Außerdem wollen die Kreativen den Jugendlichen Vorschläge machen, wie sie ihr Handy auf kreative Weise nutzen können. Die Fotografin denkt da zum Beispiel an das Drehen von Stop-Motion-Videos. Zum Einsatz kommen soll außerdem eine Kamera mit Makro-Objektiv. „Damit kann man die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen“, sagt Silvia Last.

Weitere Informationen zum Umweltprojekt gibt es beim Heimatverein oder in der Kreativwerkstatt „Muckout“.

Von Sandra Bels

Die Kyritz-Musikanten begeisterten auf Einladung des Heimatvereins das Publikum im Klostergarten. Die Besucher konnten sich auch die aktuelle Vereinsausstellung anschauen.

12.08.2019

In einem interessanten Vortrag drehte sich am Freitag alles um die 400 Jahre alte Gemäldegalerie in der Wusterhausener Stadtkirche. Es ist eine mehrteilige Emporenbemalung.

11.08.2019

Die medizinische Versorgung auf dem flachen Lande wird immer schwieriger. Seit 2012 gibt es in Brandenburg das Schwester Agnes-Modellprojekt. Könnte es Abhilfe schaffen? Die Bundestagsabgeordnete der Linken Kirsten Tackmann informierte sich darüber.

09.08.2019