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Lindow Baustelle Garten
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Baustelle Garten
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15:28 18.02.2019
Die Bagger sind da: Gartenbauer arbeiten am künftigen Garten des Buches in Lindow. Noch in diesem Jahr soll der Garten fertig sein. Quelle: Peter Geisler
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Lindow

In der einen Ecke des Gartens sprießen die ersten zarten Krokusse. In der anderen schiebt ein Bagger bereits Baumstümpfe zusammen. In der vergangenen Woche haben die Arbeiten am geplanten Garten des Buches in Lindow begonnen. Mitarbeiter einer Rostocker Firma bereiten das Projekt vor – sie entfernen störende Wurzeln, ebnen das Gelände ein und beginnen mit dem Wegebau. Die Zeit drängt. Noch im Frühjahr sollen die ersten Pflanzen in den Boden gebracht werden.

Der Vorsitzende des Lindower Stiftskapitels Horst Borgmann hofft, dass die Arbeiten am Garten in diesem Jahr abgeschlossen sind. Pflanzen aus der Bibel, dem Koran und dem Talmud sollen auf dem Areal unweit des Perelshauses einmal wachsen. „Projekt der Versöhnung“ hatte Borgmann den Garten einmal bei der Vorstellung der Pläne genannt.

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Hochbeete und Wandelgang

Schon vor gut eineinhalb Jahren war der erste Spatenstich für den Garten am Ufer des Wutzsees gefeiert worden. Doch die Arbeiten verzögerten sich erheblich. Alle ursprünglichen Pläne – Hochbeete, ein von Rosen umrankter Wandelgang und ein Labyrinth – sollen jetzt jedoch verwirklicht werden.

Auch in dem an den Garten angrenzenden Perelshaus werden Bauleute einziehen. Sie sollen den Saal im Erdgeschoss zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte umbauen. Zugleich wollen Borgmann und seine Mitstreiter in dem Haus eine Gedenkstätte für den von Nazis ermordeten Widerstandskämpfer Justus Perels errichten.

Fördergeld für Umbau des Perelshauses

Die Zusage für das Fördergeld, das für den Umbau benötigt wird, liege endlich vor, sagt Borgmann. Geld aus dem EU-Förderprogramm Leader ermöglicht den Umbau des Perelshauses und auch den interreligiösen Garten. „Wenn alles weiterhin gut verläuft, werden wir in diesem Jahr 940 000 Euro investieren“, sagt Borgmann.

Der Vorsitzende des Stiftskapitels hatte ursprünglich gehofft, die Dauerausstellung für Perels schon im Frühjahr eröffnen zu können – rechtzeitig zu dessen Todestag am 23. April. Das wird nicht möglich sein. Die Förderzusage kam später als zunächst gedacht.

Von Frauke Herweg

15.02.2019
18.02.2019
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