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Lindow Herzberger Hof nimmt unreife Walnüsse an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Herzberger Hof nimmt unreife Walnüsse an
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00:23 14.06.2019
Vivian Böllersen baut Walnüsse an. Aus noch unreifen Früchten stellt sie Likör her. Quelle: Cornelia Felsch
Herzberg

Die Herzberger Walnussmeisterei braucht grüne Walnüsse. Betriebsleiterin Vivian Böllersen ruft dazu auf, die noch unreifen Nüsse ab Montag, 24. Juni, in ihrem Betrieb abzugeben. Die um den Johannitag (24. Juni) geernteten Johanninüsse sollen später zu Likör weiterverarbeitet werden.

Im vergangenen Jahr hatte die 31-Jährige schon einmal um Spenden unreifer Walnüsse gebeten. Privatleute aus der Region aber auch der Prignitz brachten insgesamt 300 Kilo Johanninüsse vorbei, die Böllersen weiterverarbeitete.

In dieser Saison droht die Ernte der noch unreifen Nüsse jedoch kleiner auszufallen. Die Maifröste hätten den kälteempfindlichen jungen Trieben der Walnussbäume zugesetzt, sagt Vivian Böllersen.

Bis zu 500 Kilo sollen verarbeitet werden

Die Landwirtin hofft deshalb auf zusätzliche Spender von unreifen Walnüssen. Bis zu 500 Kilo der Johanninüsse würde sie gerne verarbeiten. „Wir nehmen alles, was wir kriegen können“, sagt Böllersen. Allerdings sollten die Früchte nicht fleckig sein oder bereits verholzen.

Wer Walnüsse abgeben möchte, sollte darauf achten, dass bei den noch weichen Früchten beim Aufschneiden eine weiße Flüssigkeit heraustritt. „Ein Pieks-Test an der Spitze klärt den Reifezustand“, sagt Böllersen. „Stößt man auf Widerstand, ist es schon fast zu spät.“

Tausche Früchte gegen Likör

Vivian Böllersen bietet Walnuss-Lieferanten ein Tauschgeschäft an. So können Walnussbaum-Besitzer eine Schnittberatung oder eine Flasche fertigen Likör bekommen – oder auch 1,50 Euro pro abgeliefertem Kilo Walnüsse.

Vor drei Jahren hatte Böllersen angefangen, mit unreifen Walnüsse zu experimentieren. Die grünen Walnüsse können kandiert, zu Kompotten verarbeitet oder in Honig eingelegt werden. In diesem Jahr will Böllersen, die ihre Produkte vor allem auf Märkten anbietet, die erste größere Charge Likör vermarkten.

Die eigenen Bäume sind noch zu klein

Böllersen baut ihre Walnüsse nach Öko-Standards auf einer 4,5 Hektar großen Fläche in Velten (Oberhavel) an. Allerdings sind die Bäume noch zu jung für eine eigene Walnussernte. Bis Böllersens Bäume soweit sind, sucht sie deshalb in der Region nach Walnüssen zur Weiterverarbeitung.

Grüne Walnüsse können von Montag, 24. Juni, bis Mittwoch, 26. Juni, in der Herzberger Walnussmeisterei abgegeben werden. Der Hof (Im Eichholz 33) ist jeweils zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet.

Von Frauke Herweg

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