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Lindow Hoch belasteter Magistratssee wird saniert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Hoch belasteter Magistratssee wird saniert
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15:18 23.08.2019
Die See-Sanierung hat begonnen: See-Miteigentümer Dieter Vorsteher-Seiler, Planer Hermann Wiesing und Naturparkchef Mario Schrumpf (v. l.) Quelle: Frauke Herweg
Schönbirken

In der Mitte der einstigen Seefläche wachsen Rohrkolben dicht an dicht, an den Rändern sprießt Gras. Nach einem weiteren heißen Sommer ist der Magistratssee bei Schönbirken komplett ausgetrocknet. Um ein endgültiges Verlanden des Gewässers zu verhindern, hat der Gewässerunterhaltungsverband Oberer Rhin/Temnitz jetzt begonnen, das Gewässer zu sanieren. Bis spätestens Weihnachten soll aus der zugewachsenen Fläche wieder ein See geworden sein.

Ziel des Projektes sei es, den See als Lebensraum etwa für Amphibien zu erhalten“, sagt der Leiter des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land Mario Schrumpf. „Gerade die kleinen Gewässer haben da eine wichtige Funktion – vielmehr noch als die großen Seen.“ Zudem soll das Seewasser, das zuletzt deutlich zu viel Nährstoffe enthielt, wieder in einen ökologisch guten Zustand gebracht werden.

Wasser aus dem Wutzsee

Damit der Magistratssee wieder dauerhaft Wasser führt, wird der Teich zunächst entschlammt. Bagger werden dafür etwa 17500 Kubikmeter Schlamm aus dem Seegrund holen müssen, so hat Planer Hermann Wiesing errechnet. Anschließend soll aus dem etwa vier Meter tiefer gelegenen Wutzsee Wasser in den See gepumpt werden. Eine einmalige Maßnahme, sagt Wiesing: „Wenn wir jetzt nicht handeln, ist der Magistratssee weg.“

Von den 50er-Jahren bis zur Wendezeit hatte es im Magistratssee eine intensive Karpfenzucht gegeben. Durch eine Gänse- und Entenzucht sowie ungeklärte Einträge aus einer Milchviehanlage wurde der See ebenfalls hochbelastet. Das Übermaß an Nährstoffen führte schließlich dazu, dass der See mehr und mehr verlandete.

Weniger Zufluss vom Kleinen Strubensee

In früheren Jahren hatte der Kleine Strubensee zur Stabilisierung des Wasserstandes beitragen können. Doch auch das südöstlich gelegene Gewässer wird immer kleiner. „Es gibt nur noch kurzzeitig einen Zufluss“, sagt Wiesing.

Das Land und der Naturschutzfonds Brandenburg stemmen die Kosten des Projekts – fast 580000 Euro – gemeinsam. Die Europäische Rahmenwasserrichtlinie verpflichte das Land, Gewässer bis 2027 in einen ökologisch guten Zustand zu versetzen, sagt Schrumpf. „Wichtig ist jedoch auch, dass es Stiftungen wie den Naturschutzfonds gibt, die den Kommunen beim Eigenanteil unter die Arme greifen.“

Auch der Vielitzsee braucht Hilfe

Der nur wenige Kilometer entfernte Vielitzsee gilt als ebenfalls hoch belastetes Gewässer. Unklar ist bislang allerdings, wie schnell dem Gewässer geholfen werden kann. Denn anders als beim Magistratssee, in den inzwischen keine Einträge mehr aus der Landwirtschaft fließen, belasten den Vielitzsee weiterhin hohe Nährstoffeinträge. „Wenn ich diese Einträge nicht abgestellt habe, macht es überhaupt keinen Sinn, den See zu sanieren“, sagt Schrumpf.

Erste Ideen, den Magistratssee zu sanieren, gab es bereits 2013. Anwohner Jörg Tümmel machte damals auf die fortschreitende Verlandung des Gewässers aufmerksam. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land brachte das Projekt schließlich ins Rollen. Der zuletzt gute zwei Hektar große See gehört im Nordteil der Stadt Lindow und im Südteil einem Berliner Privatmann.

Von Frauke Herweg

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