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Lindow Olga Kaminer eröffnet ihre Galerie „Saudade“
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Olga Kaminer eröffnet ihre Galerie „Saudade“
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16:05 28.07.2019
Olga Kaminer (r.) eröffnet ihre Galerie „Saudade“ in Vielitz mit Werken von Alexander Korolew (l.). Quelle: Regine Buddeke
Vielitz

Saudade? Olga Kaminer, die ihre neue Galerie so genannt hat, mag das Wort, das aus dem Portugiesischen kommt und sich eigentlich kaum übersetzen lässt: „Eine helle Traurigkeit wegen etwas, das man verloren hat, das nie wiederkommt“, sagt die quirlige Russin, die am Samstag alles andere als weltschmerzgeplagt aussieht. Immerhin hat sie seit Mitte Mai mit Helfern an ihrer neuen Galerie in Vielitz gebaut und sich damit einen lang gehegten Traum verwirklicht.

Von so einigen Künstlern hat Olga Kaminer Bilder – deswegen möchte sie diese nun auch ausstellen. „Es gibt so viele Künstler und so wenig Galerien“, findet sie und hat daher in Vielitz ihre Galerie „Saudade“ eröffnet.

Am Samstag war Vernissage, etliche Vielitzer und Berliner Freunde sind gekommen, um mit Olga Kaminer zu feiern. „Ich wollte eigentlich erst Ende August eröffnen“, erklärt sie beim Durchschneiden des Bandes, das sich um die Galerie aus hellem Holz und plexigläsernem Dach für maximales Licht spannt. „Aber Alexander Korolew ist gerade in Deutschland und deshalb habe ich heute schon eine vorgezogene Eröffnung.“

Der Genannte ist der Künstler, mit dem die Galerie eingeweiht wird. Olga Kaminer hat etliche seiner Werke gesammelt – so viele, dass der Platz im Inneren nicht ausreicht. Auch an allen möglichen Gebäudeaußenwänden hängen seine expressiven Bilder: Der St. Petersburger, der in der berühmten Malerei-Schule in Pensa studierte, gehörte zur russischen Avantgarde und durfte in Vorwendezeiten kaum ausstellen.

Hell, freundlich, mit netten Deko-Details: Die neue Galerie „Saudade“ von Olga Kaminer. Die Gäste bewundern zur Vernissage die Werke von Alexander Korolew. Quelle: Regine Buddeke

Heute ist das natürlich anders. „Es gibt so viele Maler – und so wenig Galerien“, sagt Olga Kaminer, die auch noch andere Künstler sammelt und diese als frischgebackene Galeristin nach und nach ausstellen will, so verspricht sie.

Das kommt gut an: „Schön, dass wir jetzt in Vielitz auch eine Galerie haben“, sagt Marianne Vester-Troche. Auf dem Hof lümmeln sich die Gäste mit Häppchen und Sekt in der Sonne und schauen Korolew beim Live-Painting zu. Er gehe, so erzählt er, während er die Farben auf die Palette drückt, an jede weiße Leinwand wie ein blutiger Anfänger heran – mit dem unverstelltem Blick des Kindes und jenseits aller Technik-Zwänge.

Alexander Korolew malt zur Feier der Vernissage ein Blumenbild live vor Publikum. Quelle: Regine Buddeke

So habe er auch mit der Malerei begonnen: Er war lange krank und durfte nicht draußen spielen. Aber malen. Das habe ihn dann nicht mehr losgelassen. Die Zuschauer erleben mit, wie er mit kühnen Strichen binnen einer halben Stunde die große Leinwand füllt – das Motiv: eine weiße Gladiole, die Olga Kaminer bald „ernten“ will.

„So haben wir sie für die Nachwelt erhalten“, scherzt ein Besucher. Hinter dem Maler schmiegt sich makellos der Vielitzsee in Grün und Himmel: Ein malerisches Ambiente wie die Provence bei den Impressionisten.

Modell und Bild: So sieht das Gemälde am Ende aus. Quelle: Regine Buddeke

Öffnungszeiten werde es auch bald geben, verspricht Olga Kaminer. Ein oder zwei Tage die Woche soll dann geöffnet sein – wann, wird noch mitgeteilt.

Von Regine Buddeke

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