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Lindow Perels-Schau soll bis zum Frühjahr fertig sein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Perels-Schau soll bis zum Frühjahr fertig sein
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00:31 26.05.2018
Eine Ausstellung soll an den Namensgeber des Perelshauses erinnern. Quelle: Peter Geisler
Lindow

Bis zum Frühjahr kommenden Jahres sollen die Arbeiten an der geplanten Lindower Perels-Gedenkstätte abgeschlossen sein. Das zumindest ist das selbst gesteckte Ziel von Horst Borgmann, dem Leiter des Stiftskapitels. „Am 23. April, seinem Todestag, soll die Dauerausstellung fertig sein.“

Borgmann will im Tagungsraum des Lindower Perelshauses eine Ausstellung für den 1945 von Nazis ermordeten Widerstandskämpfer Friedrich Justus Perels einrichten. Zuvor jedoch sollen der Tagungssaal im Erdgeschoss und angrenzende Räume für Tagungsgäste saniert werden. Borgmann hat sich um Fördergeld aus dem EU-Förderprogramm Leader bemüht und hofft nach einem positiven Vorbescheid auf eine Zusage. Die Kirche versprach bereits eine finanzielle Hilfe von 250 000 Euro für das Großprojekt. „Das haben wir schriftlich.“

Gut ausgestattete theologische Bibliothek

Unter dem Dach des Perelshauses will Borgmann zudem eine theologische Bibliothek einrichten. Vor Kurzem erbte das Kloster die Bibliothek eines Theologieprofessors der Frankfurter Goethe-Universität. Ende April kamen die Bücher in Lindow an. „160 Kartons mit jeweils etwa 25 Büchern“, sagt Borgmann. Insgesamt etwa 5000 Bücher gehören bereits zum Bestand der Bibliothek. Damit, so ist Borgmann überzeugt, hätte die künftige Bibliothek einen der größten Bestände an religionswissenschaftlicher Literatur in Brandenburg.

Das Perelshaus – die Mitte der 50er-Jahre erbaute frühere Tagungsstätte der Evangelischen Akademie Berlin – ist nach dem Juristen Friedrich Justus Perels benannt, der im Dritten Reich die Rechtsberatung für Mitglieder der Bekennenden Kirche übernommen hatte, ist nie in Lindow gewesen. Bislang erinnert dort nur eine Gedenktafel an ihn.

Arbeiten am „Garten des Buches“ ruhen derzeit

Vor dem Haus soll bis 2019 ein „Garten des Buches“ entstehen – ein Garten mit Pflanzen aus Talmud, Koran und der Bibel. Derzeit ruhen die Arbeit an dem Projekt allerdings. Weil die Angebote für die Arbeiten am künftigen Garten teurer ausgefallen sind als erwartet, muss Borgmann das Projekt noch einmal neu ausschreiben. Der Leiter der Stiftskapitels hofft, die Arbeiten dennoch bis zum Frühjahr abschließen zu können.

Von Frauke Herweg

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