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Lindow Platznot an der Schule: Amtsausschuss diskutiert über Anbau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Platznot an der Schule: Amtsausschuss diskutiert über Anbau
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17:36 29.10.2019
An der Drei-Seen-Schule wird der Platz eng. Quelle: Christian Schmettow
Lindow

Eigentlich eine gute Nachricht: Die Lindower Grundschule hat in den kommenden Jahren so viele Einschüler, dass die Schule bis 2023 voraussichtlich jeweils zwei erste Klassen eröffnen kann. Doch hat die Schule nach Einschätzung von Leiterin Marina Makowiak ein Platzproblem. Die Mitglieder des Lindower Amtsausschusses diskutierten am Montagabend über Lösungen dafür – einen Anbau.

Der Anbau soll Platz schaffen für den Hort. Räume im Erdgeschoss, in denen derzeit Hortkinder spielen, könnten dann wieder als Klassenräume genutzt werden. „Für die ersten Klassen“, sagt Amtsdirektor Danilo Lieske. „Das sind die ersten, die in den Hort gehen.“ Anfang Dezember wollen Makowiak und Lieske erneut über einen möglichen Anbau für die Lindower Grundschule sprechen.

Lieske: Alte Kita keine Ausweichoption

Hansjörg Schubach (CDU) hatte vorgeschlagen, die ehemalige Kita „Märchenland“ als Ausweichgebäude zu nutzen. Denkbar sei, in der früheren Kita Horträume und einen Veranstaltungsraum für die Stadt unterzubringen.

Das lehnt Amtsdirektor Lieske jedoch entschieden ab. Der Hort habe in der Schule „seinen idealen Standort“. Würden in der ehemaligen Kita Horträume eröffnet werden, müsste der Weg der Schulkinder dorthin beaufsichtigt werden. „Das geht zu Lasten des Personals.“

Auch die Sanierungskosten für die ehemalige Kita „Märchenland“ sprechen aus Lieskes Sicht gegen eine erneute Nutzung. Ein Herrichten der Räume würde mehr als 350.000 Euro kosten – das hatte eine erste Kostenschätzung ergeben. „Das war unser Hauptunterhaltungsgebäude“, sagt Lieske. „Niemand weiß, was in so alten Gebäuden drinsteckt.“

Mehr Schüler

Vor vier Jahren hatte die Schule zwei Räume für den Hort und die Bibliothek abgegeben. Wegen der wachsenden Zahl an Schülern fehlt nach Einschätzung von Marina Makowiak im Schuljahr 2020/21 ein Raum. „Mittlerweile haben wir im Schulgebäude absoluten Platzmangel“, hatte die Schulleiterin auf der jüngsten Stadtverordnetenversammlung gewarnt.

Makowiak begrüßt, dass Hort und Schule in einem Gebäude untergebracht sind. Allerdings sind die Spiele im Hort, der bereits zur Schulzeit beginnt, unweigerlich auch mal laut. Störend für den Unterricht und belastend für alle, die in der Schule arbeiten. „Das geht auf Kosten unserer Gesundheit.“

Die Schulleiterin würde sich deshalb wünschen, dass ein Anbau einen eigenen Eingang für den Hort hat. Belästigungen durch Lärm im Treppenhaus könnten so vermieden werden. Problematisch ist aus Makowiaks Sicht auch, dass in den Schulfluren Materialien verbaut sind, die Lärm begünstigen – Beton und Terrazzo. Sie hofft deshalb auf weitere Lärmschutzmaßnahmen.

Von Frauke Herweg

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