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Lindow Vielitzsee: Flächen im Einzugsgebiet sollen vermessen werden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Vielitzsee: Flächen im Einzugsgebiet sollen vermessen werden
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15:56 28.10.2019
Der Vielitzsee ist mit vielen Phosphaten belastet. Quelle: Frauke Herweg
Vielitz

Die gute Nachricht: Die Landwirte aus der Region sind prinzipiell bereit, die Sanierung des Vielitzsees zu unterstützen. Die schlechte Nachricht: Der Abstimmungsprozess mit den zahlreichen Nutzern des See-Einzugsgebietes wird langwierig sein.

Eine Grundlage für diesen Prozess soll allerdings jetzt geschaffen werden. Ein Potsdamer Vermessungsbüro wird kommunale und private Grundstücke aus dem großen Wassereinzugsgebiet des Sees erfassen. Auch die Gemeinde Vielitzsee habe bereits ein Schreiben des vom Landesumweltamt beauftragten Büro erhalten, sagte Bürgermeister Dieter Fischer, der gemeinsam mit anderen eine Bürgerinitiative zur Rettung des Sees gegründet hat.

Zu viel Phosphate

Seit Langem ist bekannt, dass der Vielitzsee in einem ökologisch schlechten Zustand ist. Weil ein Großteil der eingeleiteten Phosphate aus der Landwirtschaft stammt, beraten Experten mit Landwirten und Flächeneigentümern darüber, wie sich die Einträge verringern lassen. So könnten Blühstreifen in der Uferregion helfen, Phosphateinträge zu reduzieren.

Im Sommer hatte es bereits ein Gespräch mit dem Kreisbauernverband gegeben. Verbandschef Sven Deter ist „eigentlich auf unserer Seite“, sagte Fischer. Allerdings müsse geklärt werden, in welcher Form die Landwirte entschädigt werden – durch Zahlungen etwa oder durch Ausgleichsflächen.

Großes Einzugsgebiet

„Das Einzugsgebiet des Vielitzsees ist enorm groß“, sagt Fischer. Auch durch die Adderlaake gelangen Nährstoffe in den See. Wichtig sei deshalb auch, mit den bei Glambeck, Groß Mutz und Grieben arbeitenden Landwirten zu reden. Viele Einträge in den See kämen auch aus dieser Region.

Die Oberhaveler Landwirte ebenfalls hätten Unterstützungsbereitschaft signalisiert, sagte Fischer. Für den aufwändigen Gesprächsprozess mit Landwirten und Flächeneigentümern werde derzeit eine Firma gesucht, die die Kommunikation übernimmt.

Bis 2027 müssen die Werte besser sein

Ende 2017 hatte sich die Bürgerinitiative gegründet. Ein Jahr später fand in Potsdam ein Arbeitskreis aus Experten zusammen. Für die Bürgerinitiative ein starker Partner im Kampf um eine bessere Wasserqualität. Das Land als See-Eigentümer steht bei der Sanierung unter Druck. Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie schreibt vor, dass das Gewässer bis 2027 in einem ökologisch guten Zustand sein muss.

Von Frauke Herweg

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