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Lindow Stiftskapitel stellt Pläne für Kloster vor
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Stiftskapitel stellt Pläne für Kloster vor
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00:25 09.06.2019
Klosterfriedhof Lindow Quelle: Foto: Buddeke
Lindow

„Das Kloster gibt sich Mühe, die Stadt touristisch aufzuwerten – bis an die Grenzen unserer finanziellen Leistungsfähigkeit“, umreißt Stiftskapitelvorsitzender Horst Borgmann sein Anliegen und das seiner Mitstreiter. Am Mittwoch zog er vor einer Handvoll Zuhörer Resümee des schon Erreichten und stellte gleich noch neue Wünsche und Pläne vor, wie man das Klostergelände noch besser vermarkten könne.

Insgesamt 1,3 Millionen Euro Fördermittel zugesagt und teilweise schon verbaut

Immerhin 1,3 Millionen Euro seien bislang an Fördermitteln zugesagt worden, ein Großteil ist bereits verbaut. „Dazu unsere Eigenleistungen“, ist Borgmann stolz auf die nicht ganz unbeträchtliche Summe. Er würde sich wünschen, dass das Engagement des Stiftskapitels stadtseitig etwas höher honoriert würde, merkt er kritisch an.

Das Kloster könne touristisch viel wirkungsvoller präsentiert werden. „Bislang gibt es noch keinerlei Hinweisschild auf den Garten des Buches“, so Borgmann über das jüngste Projekt, das am 26. Juni eingeweiht wird.

Das Tor im Westen wirkt bislang wenig historisch. Quelle: Regine Buddeke

22 Maßnahmen seien bereits verwirklicht – darunter als größte die Nutzbarmachung des Ostflügels sowie die Schaffung der Open-Air-Kirche. Nebenher sei ein barrierefreier Weg angelegt worden, gegenwärtig wird das Perelshaus saniert.

Möglichkeiten, das Kloster noch geschichtsträchtiger zu präsentieren, hat Borgmann etliche in petto: Seit vier Jahren schon würde eine Berliner Firma die Grabsteine und Kreuze des historischen Friedhofes sanieren. Schön wäre laut Borgmann aber auch eine Wiederherstellung der Friedhofsmauer und die Sanierung des Osttores. Im Westen könnte statt des modernen ein historischer Eingang geschaffen werden.

Auch das Osttor könnte saniert werden. Quelle: Regine Buddeke

Auch die Sanierung des Lindenhofes, ein Rundweg um den Klosterfriedhof sowie eine Sichtbarmachung des ehemaligen Kreuzganges würde sich Borgmann wünschen. Und auch die Idee der textilen Überdachung hat er noch nicht ad acta gelegt: Zwar nicht über die Ruine, da habe der Denkmalschutz nicht mitgespielt. „Aber über die Freiluftkirche dürfen wir ein Dasch bauen“, sagt er.

„Geld haben wir allerdings keines.“ Man würde sich jedoch um Leader- und EFRE-Mittel bewerben. „Dann müssen wir sehen, wie wir den Eigenanteil stemmen – sonst können wir gar nichts machen.“

Die Grabplatten werden Stück für Stück saniert. Quelle: Regine Buddeke

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz habe unlängst mitgeteilt, dass sie keine weiteren Mittel ans Kloster Lindow vergebe. „Ich hoffe noch auf Restmittel aus dem Haushalt“, so Borgmann. Oberste Priorität habe im Moment das Perelshaus.

Mit den Anwesenden wird beraten, dass als nächstes Ziel die Friedhofsmauer in Angriff genommen werden soll. Ein Bewohner des Klosterareals würde sich überdies wünschen, dass die zugewucherten Bereiche etwas gepflegter aussehen. „Man kann es verwunschen nennen – ich nenne es Wildwuchs.“

Von Regine Buddeke

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