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Lindow Neue Pläne für alte Kita: Investor verärgert
Lokales Ostprignitz-Ruppin Lindow Neue Pläne für alte Kita: Investor verärgert
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13:33 12.06.2019
Seit April 2015 steht die alte Lindower Kita Kinderland leer. Quelle: Frauke Herweg
Lindow

Schon lange spielt in dem langgestreckten, grauen Bau kein Kind mehr. Seit April 2015 steht die alte Lindower Kita leer. Jetzt ist um das Gebäude am Pestalozziweg ein Streit entbrannt. Die alten Stadtverordneten haben vor einigen Wochen beschlossen, das Gebäude doch nicht zu verkaufen. Sehr zum Ärger eines Investors.

Lange hatte die Stadt die alte Kita veräußern wollen. Im Mai nahmen die alten Stadtverordneten diesen Beschluss in nichtöffentlicher Sitzung jedoch zurück. Die alte „Kinderland“, so ihre Idee, soll Heimat für den künftigen Schulhort werden.

Schule braucht weitere Horträume

Bürgermeisterin Heidrun Otto, die sich am kommenden Sonntag in einer Stichwahl wiederwählen lassen möchte, wäre durchaus dafür. In den kommenden Jahren wird die Lindower Grundschule voraussichtlich jeweils zwei erste Klassen eröffnen. Doch schon jetzt ist Platz im Schulhort knapp. „Die Schule braucht die Räume“, sagt Otto.

Zwar kann die Schule Räume doppelt nutzen – vormittags als Klassenraum, nachmittags als Hortraum. Doch macht diese Doppelnutzung im Schulalltag oft Probleme. „Das bringt Lärm“, sagt Otto. Der Umzug des Horts in die unweit entfernte alte Kita – „das ist eine Perspektive für uns.“

Sanierung dürfte teuer werden

Noch allerdings ist unklar, ob die alte Kita einmal Hort sein wird. Das Amt Lindow muss zunächst ermitteln, wie teuer eine Sanierung der alten Kita werden würde. Noch weiß niemand, ob Lindow diese Kosten alleine stemmen kann oder vielleicht auf Fördermittel hoffen darf. Amtsdirektor Danilo Lieske erwartet Kosten „im sechsstelligen Bereich“. „Es wird keine Billigangelegenheit“, sagt er.

Für Lieske steht deshalb „in den Sternen“, ob tatsächlich Hortkinder in die alte Kita einziehen. Zwar kennt auch er die Platznöte des Horts. „Da sind wir sicherlich an der Spitze der Raumnutzung.“ Doch zeigten die Prognosen nur für die kommenden vier, fünf Jahren einen so großen Platzbedarf an. Zwei oder drei Jahre würde es allerdings auch dauern die alte Kita zu sanieren.

Otto würde eine Sanierung der alten Kita dennoch für sinnvoll halten. „Der Zustand ist nicht so desolat, dass sie nicht wieder herzurichten ist“, sagt sie. Auch als Ausweichmöglichkeit für die neue Kita ließe sich das Haus nutzen.

Investor ist enttäuscht

Investor Sven Block stoßen die veränderten Pläne der Stadt vor den Kopf. Vor zwei Jahren hatte der 41-jährige Schönberger ein Angebot für die insgesamt drei alten Kitas abgegeben, die die Stadt damals noch verkaufen wollte. Dafür bekam er den Zuschlag.

Zwar ist bislang noch kein Kaufvertrag unterzeichnet worden. Doch hat es nach Angaben Blocks zuletzt im Februar ein Treffen mit der Amtsverwaltung gegeben, wo ein Notartermin für den Kaufvertrag im August vereinbart wurde. Anders als einige Stadtverordnete glaubten, sei der Gesprächsfaden mit der Verwaltung nie abgerissen. „Wir hatten insgesamt sieben Termine“, sagt er. „Das kann ich belegen.“

Block will gemeinsam mit einem Partner zwölf Einfamilienhäuser in Lindow errichten. „Mir sind bereits Kosten entstanden“, sagt er. Block überlegt jetzt, ob er gerichtliche Schritte gegen Lindow einlegt. Entschieden hat er sich noch nicht.

Von Frauke Herweg

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