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Ostprignitz-Ruppin MAZ-Leser auf der Spur des Blutes
Lokales Ostprignitz-Ruppin MAZ-Leser auf der Spur des Blutes
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00:19 01.02.2018
Im LADR-Laborzentrum wird das Blut mit Hilfe modernster Technik untersucht. Quelle: LADR
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Neuruppin

Fast jeder hat es schon einmal erlebt. „Wir machen eine Blutprobe“, sagt der Arzt. Ein kleiner Piekser, ein Tropfen Blut. Er sieht ganz unscheinbar aus, birgt aber so viele Informationen, dass sich Otto Normalverbraucher nur wundern kann.

Nicht nur, dass er zuverlässig anzeigt, dass dem Patienten etwas fehlt – meist hilft er auch bei der Diagnostik. Sprich, er zeigt im Zusammenhang mit den geäußerten Beschwerden, was die Ursache sein könnte. Und das können sich MAZ-Abonnenten jetzt mal aus der Nähe ansehen – beim Betriebsausflug ins LADR-Laborzentrum Neuruppin.

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Einfache Werte wie die Blutkörperchensenkung in der Rheumatologie kann der Arzt selbst bestimmen. Wenn speziellere Blutwerte untersucht werden müssen, muss ein Fachlabor ran.

Das Blutbild zeigt die ganze Wahrheit

Wenn Tumormarker bei Verdacht auf Krebs überprüft werden müssen, bei der Herzinfarktdiagnostik oder den Blutzuckerwerten bei Diabetikern kann die Begutachtung spezieller Blutwerte lebensrettend sein. Das Blutbild zeigt auch, ob eine Schwangere Eisenmangel oder Schwangerschaftsdiabetes hat. Kinder werden so auf Milchzuckerunverträglichkeit, Virenerkrankungen oder Allergien untersucht.

Blutproben helfen bei der Erkennung genetischer Defekte, in der Gerichtsmedizin und bei Vaterschaftsklagen. Das Spektrum ist riesig. Wie also werden aus dem Tropfen Blut die nötigen Informationen gewonnen, die der Arzt braucht, wenn er den Lebenssaft ins Labor gegeben hat?

MAZ-Leser können live zusehen

Wer das mal live sehen will, kann am Mittwoch, 7. Februar, einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des LADR-Laborzentrum Neuruppins werfen. MAZ-Abonnenten, die sich für diese Vorgänge interessieren – und Blut sehen können – bekommen ab 14 Uhr bei einer exklusiven Führung die Chance, den „Weg des Blutes“ zu verfolgen, den die Patienten normalerweise nie zu sehen bekommen.

Das LADR-Laborzentrum Neuruppin gehört zu einem bundesweiten Laborverbund mit 17 regionalen Fachlaboren und über 3000 Mitarbeitern, davon über 170 Laborärzte, Humangenetiker, Mikrobiologen, Pathologen und Naturwissenschaftler sowie Spezialisten aus klinischen Fachgebieten.

80 Mitarbeiter arbeiten im Labor in Neuruppin

In Neuruppin sind rund 80 Mitarbeitern damit befasst, alle möglichen Blutuntersuchungen durchzuführen: Leberwerte-Messungen, großes und kleines Blutbild und alles was medizinisch erforderlich ist und der Arzt wissen muss. Das Blut im Röhrchen durchläuft dazu einen Hightech-Automaten, der in kürzester Zeit die verschiedensten Werte „ausspuckt“.

Die Messung dauert nur 30 bis 40 Sekunden, versichert Thomas Wannack, Ärztlicher Bereichsleiter Hämatologie. Das ist bei der Menge an Aufträgen auch nötig – gut 4000 Blutproben pro Tag gehen im Laborzentrum Neuruppin durch die Maschine.

Wer will, kann das eigene Blut untersuchen lassen

Die MAZ-Leser können nicht nur zuschauen, wie die Mitarbeiter mit modernsten Geräten und Methoden arbeiten, sondern sie können direkt miterleben, wie vor ihren Augen mit ihrem abgezapften Blut – genau genommen fasst ein Röhrchen nicht nur einen Tropfen sondern 2,7 Milliliter Blut – ein großes Blutbild entsteht.

„Das ist natürlich freiwillig“, versichert Wannack. Die Probanden können auch selbst entscheiden, ob die gemessenen Werte vor versammelter Mannschaft oder unter vier Augen ausgewertet werden. „Ein großes Blutbild wird oft überschätzt“, so Wannack. „Wir beobachten dabei ausschließlich die drei Zell-Bestandteile des Blutes: rote und weiße Blutkörperchen sowie die Blutplättchen.“

Spannender Blick durchs Mikroskop

Das allein gibt aber bereits Aufschlüsse über Entzündungen im Körper, Anämie, Hinweise auf Leukämie oder verringerte Blutplättchen. „Das wird bei den Testpersonen hoffentlich alles ausgeschlossen“. Während die Besichtigung läuft, wird das Test-Blut auf einem Objektträger eingefärbt und kann nach dem Rundgang durch ein Mikroskop bestaunt werden. „Das sieht schon sehr spannend aus“, verspricht Thomas Wannack.

Bewerben Sie sich

Bewerben Sie sich jetzt um die kostenlose Teilnahme! Anmelden kann man sich per E-Mail an kundencenter.neuruppin@maz-online.de oder ab Montag, 29. Januar, 9 Uhr unter Tel. 03391/45 75 40. Gibt es mehr Bewerber als Plätze, entscheidet das Los. Die Gewinner stehen am darauffolgenden Freitag in der MAZ.

Von Regine Buddeke

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