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Ostprignitz-Ruppin Mac Shanes begeisterten mit Rock’n Irish Folk
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mac Shanes begeisterten mit Rock’n Irish Folk
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00:18 01.01.2018
The Mac Shanes bringen mit rockigem Irish Folk Stimmung ins Kulturgutshaus Köpernitz Quelle: Regine Buddeke
Köpernitz

Es rockt. Und das ist schon mal die Hauptsache. Wer am Instrument steht, ist dabei fast Nebensache – vorausgesetzt, er hat die Musik der Mac Shanes im Blut und sein Instrument im Griff. Bandleader René Curwy kennt etliche Musiker aus der Musikmetropole Berlin und hat daher kein Problem, eine Handvoll zusammen zu trommeln, wenn die Stammbesetzung nicht vollzählig ist, aber ein Auftritt der Mac Shanes ansteht.

Violinist Stamatis spielt zum ersten Mal mit den Mac Shanes. Quelle: Regine Buddeke

Wie der am Donnerstagabend im ausverkauften Kulturgutshaus Köpernitz, wo es alle Jahre wieder – und das nun schon seit zehn Jahren – den fetzigen Folk zwischen den Jahren gibt. Gut, streng genommen fanden die Konzerte der ersten beiden Jahre kurz vor Weihnachten statt. Vereinschef Bernd Donner hat indes schnell bemerkt, dass der Termin nach Weihnachten viel besser ankommt. Zumal die Gäste sich da gern ein paar Kalorien abarbeiten – wenn auch auf den Stühlen, in Ermangelung einer Tanzfläche. Der Trupp um René Curwy – Stamatis an der Geige, Alex am Akkordeon, Paavo an den Drums und Rob am Bass – lassen da nichts anbrennen, um die Gäste zum Schaukeln, Wippen, Stampfen und Klatschen zu animieren. Und sogar zum Mitsingen. Gespielt wird krachiger Irish und Schottisch Folk, vermengt mit Rock, Gypsy, Polka und mehr. Kein Wunder – alle Musiker spielen auch in anderen Formationen, wo man dem Country oder Rockabilly huldigt oder sich gar in Dark-Metal-Gefilden verliert. So hat man die irische Musik in Köpernitz noch nie gehört.

Die Musik macht munter – die Stimmung ist prächtig. Quelle: Regine Buddeke

„Ich hab in meiner Jugend viel Irish Folk gehört. Das verlor sich, aber um das Jahr 2000 habe ich ihn wiedergefunden“, sagt der Chef, der die Band 2014 gründete. „Es ist ’ne Mucke, die Spaß macht – uns und den Leuten“, sagt er. Da sei es auch egal, ob man im kleinen Saal oder auf großer Festivalbühne spiele. Viele Lieder machen durstig – es dreht sich um Bier und die nächste Whiskybar. Aber auch um „Maggies Farm“ oder die im Moor verschwundene und nie wieder gesehene Kitty Jay. Es gibt irische Klassiker und Eigenkompositionen – mehr Wildes als geseufzte Balladen. Der Saal vibriert, der Boden auch. „Ich kann da einfach nicht stillstehen“, sagt Rita Wittenhagen vom Verein, die ganz hinten lieber tanzt, statt nur zu sitzen. „Daran merkt man als Musiker, dass man älter wird“, scherzt der Bandleader. „Die Zahl der bestuhlten Konzerte wächst rapide.“

Der Bassist ist ein Gastmusiker, der Akkordeonist ein Mac-Shanes-Urgestein. Quelle: Regine Buddeke

Die Whisky-Seligkeit kulminiert: Ob bei „Drunken Lullabies“ oder dem „Drunken Sailor“. „Das ultimative Mitmach-Lied“, heizt Curwy der Menge ein. Lautstark singt der Saal mit. Auch bei der Zugabe „Dirty old Town“ – in das Stamatis locker-leicht Gogows unsterbliches Violinsolo aus dem City-Hit „Am Fenster“ einflicht – das fügt sich da so trefflich ein, als hätte City es just dafür geschrieben. Und der Saal ist glücklich.

Von Regine Buddeke

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