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Ostprignitz-Ruppin Mehr Geld für die Bahn in der Prignitz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Geld für die Bahn in der Prignitz
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16:48 29.01.2018
Die Kyritzer Bahnübergänge sollen erneuert werden. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Das Land will mehr in die Bahninfrastruktur investieren als ursprünglich geplant. Das war am Montag Thema einer Gesprächsrunde im Potsdamer Verkehrsministerium, an der auch die Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke teilnahm.

Denn Kyritz ist einer der großen Nutznießer des um zehn Millionen auf 36 Millionen Euro aufgestockten Vorhabenpakets für dieses und das kommende Jahr. Voraussetzung ist allerdings, dass der Landtag dem Entwurf des Nachtragshaushaltes zustimmt.

Vorhaben von Neustadt bis Pritzwalk und drüber hinaus

Die Prignitz bildet bei all dem einen Schwerpunkt – vielleicht auch als Reaktion auf die in den Landkreisen OPR und PR initiierte Unterschriftenaktion vom Herbst. Auf der Fördermittelliste stehen jedenfalls allein für Kyritz vier Vorhaben. So sollen der Haltepunkt Nord an der Perleberger Straße gebaut, die Bahnübergänge in der Holzhausener Straße und der Hagenstraße erneuert sowie ein Personenübergang am Bahnhof eingerichtet werden. Ebenfalls in Kooperation mit der Firma Regio-Infra als Eigentümer der Strecke sind Bauarbeiten am Bahnhof und Bahnübergang in Wutike sowie am Bahnhof Blumenthal geplant. Sicherungstechnik und Kommunikationseinrichtungen an der Strecke sollen saniert werden. Zwischen Pritzwalk und Meyenburg stehen eine Brückensanierung, Umbauten an den Bahnhöfen Falkenhagen und Meyenburg sowie Bahnübergänge in Meyenburg und Pritzwalk auf dem Programm. Für Neustadt werden 2018 und 2019 Pendlerparkplätze und eine Buswendeschleife an der nordöstlichen Bahnhofseite ins Auge gefasst, für Breddin der Ausbau des Bahnhofsvorplatzes.

Die Kyritzer warten ungeduldig

„Ich freue mich sehr über die geplanten Investitionen in die Bahninfrastruktur von Kyritz“, sagte am Montag Bürgermeisterin Nora Görke. „Die Bevölkerungszahlen der Stadt haben sich – entgegen aller Demografieprognosen – in den vergangenen Jahren positiv entwickelt.“ Ziel sei es nun, die Attraktivität von Kyritz als Wohn- und Arbeitsort weiter zu steigern. „Wir hoffen daher auf schnellstmögliche Umsetzung der Maßnahmen.“

Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) schätzt die Aussichten dafür als gut ein: „Der kürzlich vorgelegte Eckwertebeschluss für den Haushalt der kommenden beiden Jahre stellt klar, dass die Finanzierung auch in den folgenden Jahren abgesichert ist.“ Vor allem steigen mit den Investitionen die Chancen auf einen langfristigen Fortbestand der Strecke Neustadt-Pritzwalk. Das Bahnverkehrsunternehmen Hanseatische Eisenbahn nennt eine Zahl von täglich 500 bis 600 Fahrgästen.

Bahnunternehmen hofft auf Verbesserungen

Positiv haben sich nach Auffassung des Unternehmens die Wartezeiten in Neustadt entwickelt. Zum Teil liege das an der besseren Pünktlichkeit der Odeg-Züge von und nach Berlin. „Verspätungen treten nicht mehr so häufig wie früher auf“, schätzt die Hanseatische Eisenbahn ein. „Die Züge der Hanseatischen Eisenbahn warten aber weiterhin im Bahnhof Neustadt (Dosse) bis zu 20 Minuten auf verspätete Züge aus Berlin. Diese sinnvolle Regelung wird beibehalten.“ Die reguläre Umsteigezeit in Richtung Berlin betrage wegen des Bahnsteigwechsels meist acht bis zehn Minuten. Aus Berlin sind es nur vier bis sieben Minuten. „Nur wenn auch Züge aus Richtung Schwerin und Wittenberge abgewartet werden, wie am Wochenende, beträgt auch die Wartezeit 12 bis 14 Minuten.“

Schwierig sei die einheitliche Information der Fahrgäste über Bus- und Bahnfahrzeiten. Das liege zum Teil an den unterschiedlichen Zeitpunkten der Fahrplanaktualisierung. Man suche nach einer Lösung.

„Im Allgemeinen hoffen wir darauf, künftig auch am Wochenende wieder häufiger mit unseren Zügen unterwegs zu sein als nur alle vier Stunden, sowie zwischen Kyritz und Pritzwalk unter der Woche häufiger als nur zweimal“, schreibt die Hanseatische Eisenbahn. „Dies ist auch eine Forderung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin an das für den Regionalbahnverkehr verantwortliche Land Brandenburg.“

Von Alexander Beckmann

Neben Namen wie Goetheschule und Goethestraße gibt es in Kyritz noch einen anderen, ganz lebendigen Umgang mit der Weimarer Klassik: bei den Exkursionen des Gymnasiums. Im Januar begaben sich zum fünften Mal Elftklässler auf die Spuren von Goethe, Schiller und deren Zeitgenossen.

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