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Ostprignitz-Ruppin Mehr Unterstützung für Kastrationen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mehr Unterstützung für Kastrationen
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17:25 15.08.2017
Bei seiner jüngsten Stammtischsitzung im August sprach der Verein die Finanzierung durch die Kommunen an. Quelle: Christian Bark
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Wittstock/Heiligengrabe

Über 680 streunende Katzen hat der Wittstocker Tierschutzverein in den vergangenen zwölf Jahren in Wittstock und Heiligengrabe bereits kastrieren lassen. „Wir führen seit 2005 genauestens Buch darüber“, erklärt Vereinsvorsitzende Brigitte Fagien. Möglich wird das Engagement über Spenden von Privatleuten und den ehrenamtlichen Einsatz der Vereinsmitglieder.

Die Stadt Wittstock unterstützt die Arbeit der Tierschützer seit Jahren. „Die Kommune ist für Fundtierangelegenheiten verantwortlich. Wir bezuschussen deshalb die ehrenamtliche Tätigkeit des Vereins, um die Zahl der herrenlosen Tiere im Stadtgebiet einzudämmen“, informiert Wittstocks Stadtsprecher Jean Dibbert. Statt der bisher gezahlten 600 Euro erhielten die Tierschützer seit 2016 nun jährlich 1000 Euro. Das Geld ist Jean Dibbert zufolge aber zweckgebunden und ausschließlich für die Kastration freilaufender Katzen gedacht. „Der Zuschuss durch die Kommune ist schon wichtig für unsere Arbeit“, freut sich Brigitte Fagien. Das sei zudem ein Zeichen von Wertschätzung für das ehrenamtliche Engagement, das der Verein seit fast 25 Jahren an den Tag lege.

Viele der insgesamt 20 Futterstellen für Streuner, über die die Tierschützer die Katzen zählen und gegebenenfalls fangen und kastrieren lassen, befinden sich in Ortsteilen der Gemeinde Heiligengrabe. „Wir sind auch dort seit Jahren aktiv, besonders in der Nähe landwirtschaftlicher Betriebe“, sagt Brigitte Fagien.

Bisherige Versuche, auch Heiligengrabe für die Finanzierung mit ins Boot zu holen, seien aber bislang erfolglos gewesen. „Es gab hierfür keine Planungen und es sind auch keine angedacht“, erklärt Heiligengrabes Bürgermeister Holger Kippenhahn. „Ich weiß nicht, ob überhaupt noch kastriert wird“, sagt Ordnungsamtschefin Brigitte Otto. Der Tierschutzverein will seinerseits nochmal auf die Gemeinde zugehen, wie Brigitte Fagien ankündigt. Auch soll die Verwaltung über dessen Arbeit in Heiligengrabe informiert werden.

Von Christian Bark