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Ostprignitz-Ruppin Mit dem Ringbus zur Laga nach Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit dem Ringbus zur Laga nach Wittstock
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15:30 19.12.2018
Landrat Ralf Reinhardt, ORP-Buschef Ulrich Steffen und Vize-Landrat Werner Nüse (von links) sowie Busfahrer Wolfgang Pergande sind vom Plusbus überzeugt.
Landrat Ralf Reinhardt, ORP-Buschef Ulrich Steffen und Vize-Landrat Werner Nüse (von links) sowie Busfahrer Wolfgang Pergande sind vom Plusbus überzeugt. Quelle: Andreas Vogel
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Neuruppin

Seit dem Fahrplanwechsel zum 9. Dezember bietet die Busgesellschaft ORP ihren Fahrgästen an, zweimal täglich von Kyritz und Rheinsberg aus direkt mit einem Ringbus nach Wittstock zu fahren. Die Dossestadt lockt von April bis Oktober nächsten Jahres zur Landesgartenschau. Gleichwohl versteht ORP-Chef Ulrich Steffen die Ringbus-Anbindung von Kyritz und Rheinsberg nach Wittstock nicht als spezielle Linie für die Landesgartenschau (Laga). „Wir nutzen die Laga lediglich, um unsere Linien weiter zu vernetzen und dieses Angebot auch bekannt zu machen“, sagte Steffen am Mittwoch in Neuruppin. Demnach fahren die Ringbusse von Kyritz nach Wittstock täglich um 7.30 und 11.30 Uhr und von Rheinsberg nach Wittstock um 8.30 Uhr und 12.30 Uhr.

1000 Fahrgäste täglich in den Plusbus-Linien

Einen speziellen Namen haben die Ringbusse nach Wittstock noch nicht. Das könnte sich aber bis zur Eröffnung der Laga am 18. April noch ändern, so Steffen. Bislang sind die Pendlerströme zwischen Kyritz und Wittstock nicht stark ausgeprägt.

Gut angenommen werden indes die Plusbusse auf den zwei Linien zwischen Kyritz und Neuruppin sowie zwischen Neuruppin und Rheinsberg. Auf jeder dieser Linie seien täglich gut 1000 Fahrgäste unterwegs, sagte Steffen. Zum Vergleich: Mit der Bahn RE 6 sind zwischen Neuruppin und Hennigsdorf derzeit etwa 2200 Menschen täglich unterwegs, sagte Vize-Landrat Werner Nüse (SPD).

54 Cent je Kilometer vom Land

Das Gros der Busgäste sind demnach Schüler. Hinzu kommen Pendler und sogenannte Individualreisende. Es sei schon beachtlich, wie viele Leute den Plusbus nutzen, so Buschef Steffen. Dies zeige, dass diese Verbindungen verlässlich seien.

Das Land fördert Plusbusse, wenn sie bestimmte Bedingungen erfüllen: Es muss wochentags täglich 15 Direktfahrten stets zur selben Zeit zwischen den Stationen geben und die festgelegten Übergange zur Bahn müssen eingehalten werden. Dann gewährt das Land einen Zuschuss von 54 Cent pro Kilometer, den die Plusbusse zurücklegen. Für 2016 hat die ORP gut 265.000 Euro erhalten. „Das ist ein sehr willkommener Zuschuss“, betonte Steffen. Er hofft, dass die ORP diesen Betrag auch für die Jahre 2017 und 2018 erhält.

Noch offen ist, wann Fehrbellin an die Plusbus-Linie angeschlossen wird. Derzeit fehlen der Busgesellschaft dafür sechs Fahrer.

Von Andreas Vogel