Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Mit schrägen Kisten auf der Piste
Lokales Ostprignitz-Ruppin Mit schrägen Kisten auf der Piste
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:44 14.04.2014
Jung und Alt waren mit Eifer dabei beim Seifenkistenrennen. Quelle: Peter Geisler
Wuthenow

Die Lippen aufeinander gepresst, schauen Mattis und Maximilian auf die Wuthenower Rennbahn. Tapfer ertragen sie den Kommentar des Moderators: „Bremsen musst du nicht, das kostet Zeit, aber immer das Lenkrad gerade halten.“ Gleich wird die Ampel auf Grün geschaltet und Biene Maja kann lossausen.

Startnummer 26 hat es geschafft, trotz eines Schlenkers in Richtung Fahrbahnrand erreicht Biene Maja eine passable Zeit. Nun kann Mattis endlich wieder an seinen Magen denken. „Vor Aufregung konnte er heute Morgen gar nichts essen“, erzählt seine Mama.

Aus Holz, Metall, alten Fahrrädern, Pappen und allerlei undefinierbaren Geräten aus Schuppen und Dachböden haben Wuthenower Familien in den vergangenen Wochen fantasievolle Vehikel zusammengeschraubt und begaben sich auf die Piste. Mehrere Hundert Zuschauer kamen bei Bilderbuchwetter zum sechsten Seifenkistenrennen nach Wuthenow.

Schon zum sechsten Mal fiebern die Wuthenower mit den Seifenkistenpiloten. Das Fest, das der örtliche Kultur- und Sportverein Wuthenow mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Neuruppin organisiert, hat am Samstagnachmittag wieder ein großes Rennpublikum angezogen. 37 Mannschaften bereiten sich rund um die Startrampe auf ihr Rennen vor. Eltern und Großeltern müssen mit ihren Fotoapparaten schnell reagieren, die Zeit auf der Rampe ist kurz. Von dort sausen die Piloten auf die Piste – mit ihrem Roten Blitz, der Wilden Kuh, der Dschungelqueen, dem Drachenrenner und dem Ghostrider. Auch Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde, selbst eher Harley-Davidson-Pilot, verfolgt das Rennen. Diesmal ist er als Nordic-Walking-Sportler gekommen – ohne seinen motorisierten Untersatz.

Aus Holz, Metall, alten Fahrrädern, Pappen und allerlei undefinierbaren Geräten aus Schuppen und von Dachböden haben Wuthenower Familien in den vergangenen Wochen fantasievolle Vehikel zusammengeschraubt. Nun gilt es, die Fähigkeiten der Väter und Großväter unter Beweis zu stellen. Erlaubt ist auf der Strecke alles, was den festgesetzten Regeln entspricht. Diese hat der Jetcar-Erfinder, Rennleiter und Initiator des Wuthenower Seifenkistenrennens, Christian Wenger-Rosenau, aufgestellt: Drei oder vier Räder müssen sein, funktionierende Lenkung und Bremsen, die Kiste darf maximal 60 Kilogramm wiegen und nicht länger als drei Meter sein. Einen Antrieb darf sie nicht haben, aber ein gefüllter Bierkasten unter dem Sitz ist als Gewicht erlaubt. Zwei Stunden vor Startbeginn gibt es eine Tüv-Abnahme, die allerdings nicht garantiert, dass alles reibungslos funktioniert. Erst auf der Strecke merken Stine und Lilo, dass an ihrem überdimensionalen Ei auf Rädern etwas schleift.

Vor dem zweiten Start muss das Rad noch einmal nachgestellt werden. Ein wenig traurig sind die beiden Rennfahrerinnen schon, doch sie sind sich sicher, dass die Wahl der schönsten Kiste auf ihr Fahrzeug mit dem Titel „Ei-lige Lieferung“ fällt. Opa Alfred Bauer hat es aus Sperrholzplatten konstruiert. Die Idee stammt von Oma Erika: „Es ist kurz vor Ostern, da brauchen wir ein Ei“, sagte sie. Der Rest der Familie fügte sich. Etwa 100 Stunden verbrachte der Großvater in der Werkstatt, die achtjährige Stine und ihre vierjährige Schwester Lilo achteten darauf, dass auch ihre Vorstellungen berücksichtigt wurden. Die weiblichen Familienmitglieder sorgten schließlich für die Deko: Auf dem bunt gestreiften Ei tummeln sich Küken, Eierverpackungen und Hasen.
Bis zum späten Nachmittag dauerte der Wettstreit vor der Wuthenower Kita Sonnenland. Dank Festprogramm kamen dabei sogar Rennmuffel auf ihre Kosten.

Von Cornelia Felsch

Ostprignitz-Ruppin Weniger Händler, aber gute Stimmung beim Kunsthandwerkermarkt - Barockes Treiben in Rheinsberg

Die Stimmung auf dem 8. Rheinsberger Kunsthandwerkermarkt (Ostprignitz-Ruppin) am Sonnabend war prächtig. Neben Keramikständen gab es Gefilztes, Schmuck, Seifen, Bürsten, Feuerschalen oder Bilder mit Rheinsberger Motiven. Und es gab auch wieder das lebendige Schachspiel zwischen Friedrich II. und Voltaire.

13.04.2014
Ostprignitz-Ruppin Vielerorts in der Region war am Wochenende Frühjahrsputz - Gemeinsam Klarschiff gemacht

Es ist die Zeit des Frühjahrsputzes. Doch an keinem anderen Wochenende war man damit in so vielen Dörfern der Region beschäftigt, wie an dem jetzt vergangenen. Vor allem sämtliche Orte des Neustädter Amtsgebiets, so etwa Dreetz, Schönermark, Lohm und Neustadt selbst machten mit, sowie auch weitere Teile Wusterhausens.

13.04.2014
Ostprignitz-Ruppin 251 Radler bei der diesjährigen Sternfahrt - "Die Prignitz radelt an"

Prignitz als einzige Nebelbank. Sie hätte als Ausrede getaugt, in der warmen Stube zu bleiben. Doch die Menschen aus acht Regionen machten sich auf den Weg durch die kaum mehr erkennbare Landschaft bis hin zum Ziel dieser diesjährigen Sternfahrt

13.04.2014