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Ostprignitz-Ruppin Muskelaufbau à la Storch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Muskelaufbau à la Storch
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06:01 29.07.2014
Jung- wie Altvögel bereiten sich auf die große Reise vor. Quelle: Peter Geisler
Linum

Denn schon in wenigen Wochen wird der Storchennachwuchs die Region verlassen. Und so nutzen die meisten Jungvögel jetzt jeden günstigen Windstoß, um ihre Segelkünste zu verbessern.

Auf insgesamt sieben von rund 20 Horsten über den Dächern von Linum gibt es derzeit erste, zarte Flugversuche. "Die Ausbeute der Jungen ist in diesem Jahr vergleichsweise gut", sagt Marion Szindlowski. 14 Jungvögel gibt es; 2013 waren es nur neun bei fünf Elternpaaren. Früher gab es in dem Ort am Rande des Rhinluchs allerdings bis zu 18 erwachsene Paare und entsprechend viel Nachwuchs. Noch 2007 wurden in Linum 31 Jungstörche flügge. "2013 war ein schwarzes Jahr für die Weißstörche bei uns", sagt Szindlowski und stöhnt bei der Erinnerung leicht auf. Der Regen und der kräftige, kalte Wind hatten der Brut extrem zugesetzt.

In diesem Jahr sieht es für den Nachwuchs viel besser aus. "Die Trockenheit haben die Jungstörche gut weggesteckt - auch weil es zwischendurch immer wieder recht kräftig geregnet hatte", sagt Marion Szindlowski. Ein Segen für Eltern und Jungvögel, denn dadurch gab es reichlich Nahrung für die schwarz-weißen Sommergäste im Luch.

Trotzdem ist Marion Szindlowski nicht begeistert über die diesjährige Storchenzahl. "Erst eine Reproduktionsrate von 2,5 bis drei Jungstörchen pro Elternpaar wäre optimal, um den Bestand zu sichern", sagt sie. Bei einem Schnitt von zwei Tieren pro Nest sieht die Bilanz für das Storchendorf nicht ganz so gut aus. Auch die Zahlen für den Altkreis - das Weißstorchbetreuerteam hat im Altkreis Neuruppin 80 Jungstörche beringt - sei befriedigend, aber weit entfernt von Zahlen, die es früher einmal gab.

Ende August ist von den in diesem Jahr geborenen Vögeln voraussichtlich aber ohnehin nichts mehr zu sehen. Denn dann haben sie ihre allererste Reise nach Afrika angetreten. Trotzdem sind jetzt noch nicht alle Linumer Jungstörche flügge. "Viel Zeit haben sie aber nicht mehr, um sich auf die 12.000 Kilometer vorzubereiten", sagt die Vogelexpertin.

Ein bis zwei Wochen vor ihren Eltern fliegen die Jungstörche los. "Die Jungen kennen sich ja noch nicht so aus und brauchen länger, um die große Distanz zu bewältigen." Die Altstörche wissen hingegen, worauf es ankommt - und können sich deshalb ein bisschen mehr Zeit lassen.

Zeit, die sie allerdings auch brauchen, um sich vom Kinderkriegen und -aufziehen zu regenerieren. "Die Eltern stecken bei den Störchen genauso wie bei uns Menschen alles in die Gören - und sind, wenn die Kinder das Nest verlassen, ziemlich fertig." Erst wenn die Jungvögel ausgeflogen sind, haben sie wieder Zeit, sich zu erholen, und die Möglichkeit, die Nahrung wieder für sich zu behalten.

Von Celina Aniol

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