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Ostprignitz-Ruppin NWG sichert weiter billige Mieten zu
Lokales Ostprignitz-Ruppin NWG sichert weiter billige Mieten zu
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00:20 28.01.2018
Ein guter Teil der NWG-Wohnungen liegt im Neuruppiner Neubaugebiet, dem sogenannten WK I bis III. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Die Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) will für weitere Wohnungen für die kommenden Jahre niedrige Mieten sichern. Eigentlich würde die Mietobergrenze für viele bisherige Sozialwohnungen jetzt enden. Damit könnte die NWG die Miete für diese Wohnungen künftig anheben. Das kommunale Unternehmen will sich aber per Vereinbarung verpflichten, auf die Mieterhöhung zumindest weitere fünf Jahre zu verzichten. Betroffen sind 100 Neubauwohnungen in der Hermann-Matern-Straße.

„Wir sprechen gerade mit dem Land über eine freiwillige Selbstverpflichtung“, sagt Geschäftsführer Robert Liefke. Er erwartet, dass eine entsprechende Vereinbarung im Februar abgeschlossen wird. Bis dahin handelt die NWG so, als würde die bisherige Mietpreisbindung für die Wohnungen weiter bestehen.

Die Mietobergrenzen gelten für Sozialwohnungen, für die die städtische Wohnungsgesellschaft in den 90er Jahren Unterstützung bekommen hatte. Im Gegenzug zu den Zuschüssen für den sozialen Wohnungsbau musste sich das Unternehmen verpflichten, eine maximale Miete nicht zu überschreiten und die Wohnungen nur an Mieter mit geringem Einkommen zu vergeben. Um eine solche günstige Wohnung zu bekommen, müssen Mieter einen Wohnberechtigungsschein vorweisen, den die Neuruppiner Stadtverwaltung ausstellt.

Kritik an Vorgaben für teure energetische Sanierung

Diese Regelung endet jetzt. Liefke hat allerdings selbst Interesse, sie zu verlängern. Die NWG verwaltet etwa 3700 eigene Wohnungen mit Mietpreisen zwischen etwa 3 und 12 Euro pro Quadratmetern. Gerade für Wohnungen, die nach den neuesten Energiesparstandards saniert werden, steigt die Miete meist deutlich. Bei den aktuellen Baukosten müsste ein Vermieter eigentlich immer über 8 Euro pro Quadratmeter nehmen, damit sich eine solche Investition lohnt, sagt der NWG-Chef.

Doch das könne sich nicht jeder leisten. „Die Schmerzgrenze bei vielen Mietern liegt angesichts der Einkommen hier bei etwa 6 Euro“, sagt Liefke aus Erfahrung und stellt den Sinn mancher Sanierungsvorgabe infrage: „Man kann nicht Energie einsparen wollen auf Teufel komm raus.“ Die NWG muss bezahlbaren Wohnraum für alle bereitstellen.

2017 hatte das Unternehmen bereits mit der Stadt Neuruppin vereinbart, dass für 465 Wohnungen die Miete in den kommenden Jahren nicht über 4,95 Euro steigen wird. Jetzt kommen weitere 100 Wohnungen mit ähnlichen Konditionen hinzu.

Von Reyk Grunow

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