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Ostprignitz-Ruppin Neue Geldquelle für touristische Busse
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neue Geldquelle für touristische Busse
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01:15 21.06.2019
In Rheinsberg haben am Dienstag Tourismus- und Verkehrsexperten die neue Möglichkeit vorgestellt, Busse über Gäste der Region finanzieren zu lassen. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

In einem Rutsch mit dem Bus von Neuruppin nach Fürstenberg, und nach einem ereignisreichem Tag am Rande des Naturparks wieder zurück in die Fontanestadt. Oder mal am Wochenende mit den Öffentlichen unkompliziert zum Wandern durch die Kyritz-Ruppiner Heide von Rheinsberg nach Pfalzheim fahren.

Beide Ideen scheinen ideal für Touristen – machbar sind sie derzeit aber nicht. Denn im Moment gibt es keine Buslinien, die die Ausflügler ohne große Umwege und Umsteigerei an diese touristisch interessanten Ziele bringen würden. Das könnte sich allerdings ändern.

Seit Mai gibt es eine neue Geldquelle für die von Gästen der Region genutzten Verkehrsangebote. Bisher konnten nur anerkannte Kur- und Erholungsorte die sogenannte Kurtaxe verlangen, über die punktuell auch Buslinien finanziert wurden. Nun hat das Land festgelegt, dass alle Kommunen einen Beitrag von Touristen erheben dürfen, der zur Verbesserung der touristischen Mobilität dienen soll.

Vize-Landrat: „revolutionärer Schritt“

Vize-Landrat Werner Nüse sieht darin einen „revolutionären Schritt“. Auch wenn noch unklar ist, welche Kommunen den Beitrag am Ende tatsächlich erheben werden. „Für mehr Angebote muss mehr Geld ins System“, sagt Nüse. Mit dem Beitrag werden die Gemeinden in die Lage versetzt, die heiß ersehnten Zusatzbusse auch bezahlen zu können.

Die Tourismus- und Verkehrsexperten der Region stimmen ihm zu – und preschen nun mit Ideen für ein besseres Verkehrsangebot vor. Und zwar nicht nur wegen der Touristen. „Wir bekommen die Chance, durch die Abgabe auch den ganz normalen öffentlichen Verkehr quer zu finanzieren“, sagt Ulrich Steffen. Und damit vielleicht die Möglichkeit, unrentable und dadurch gefährdete Buslinien zu retten.

ORP-Chef: „eine Schippe drauflegen“

Für den Chef der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft ist aber klar, dass all das mit Augenmaß geschehen soll. „Man muss nicht gleich das Angebot verdoppeln“, so Steffen. „Es geht vor allem darum bestehende Linien intelligent miteinander zu verbinden, und dann punktuell eine Schippe draufzulegen.“ Die Vorstellung allerdings, dass durch die Extra-Geldquelle künftig jede Pension, jede Sehenswürdigkeit, jedes Dorf öfter angefahren werden, sei falsch.

Auch Peter Krause glaubt, dass an einen Zugewinn für die Region durch die Neuregelung. Der Chef des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland ist gewissermaßen der Motor der Aktionen, die sich aus dem neuen Gästebeitrag ergeben könnten. Und er plädiert dafür, dass dabei die angrenzenden Urlaubsgebiete in anderen Landkreisen oder Bundesländern mit ins Boot geholt werden, um das Angebot interessanter zu machen.

Tourismusverbands-Chef: „verhalten optimistisch“

Krause rechnet allerdings nicht damit, dass schnell etwas passiert. Schließlich müsse noch jede einzelne Kommune entscheiden, ob sie den Beitrag erhebt. Er ist aber „verhalten optimistisch“, dass viele mitmachen. Schließlich belaste das nicht die Kassen der Gemeinden. Er geht davon aus, dass die Zusatzbusse frühestens zur Saison im Jahr 2021 fahren werden. „Und das ist schon sportlich“, sagt Nüse.

Völlig offen ist auch, wie viel Geld dadurch am Ende zur Verfügung stehen wird. Krause weiß nur, dass im Spreewald von 50 oder 60 Cent pro Nacht und Gast die Rede ist.

Von Celina Aniol

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