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Ostprignitz-Ruppin Neuer Platz möglicherweise auch für Stadtvillen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Platz möglicherweise auch für Stadtvillen
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00:26 28.03.2018
Die Stauffenbergstraße ist eine Sackgasse. Mit der Erschließung des Areals neben ihr soll sie an die Seestraße angebunden werden. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

Die Bebauung beziehungsweise zunächst die Vermarktung des letzten großen noch freien Areals im Wohngebiet „Alt und Jung“ in Kyritz soll laut Stadtverwaltung demnächst vorbereitet werden. Dazu ist der bestehende Bebauungsplan jedoch zu verändern.

Es wäre die sechste Änderung für den Bebauungsplan dieses Wohngebiets, das sich bogenförmig zwischen der Seestraße im Süden und der Wittstocker Straße im Norden erstreckt.

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Bislang müssten Flächen etwa für Gewerbe freigehalten werden

Das jetzt betroffene Areal soll im B-Plan als eine Fläche behandelt werden, das dem reinen Wohnen dient. Entsprechend müsste der zugrundeliegende Flächennutzungsplan dahingehend abgeändert werden. Notwendig ist das, weil in dem derzeit geltenden sogenannten Mischgebiet stets ein gewisser prozentualer Anteil immer frei gehalten werden müsste, beispielsweise für Gewerbe. So erläuterte es Stadtplaner und Architekt Thomas Jansen aus Blumenthal kürzlich den Mitgliedern des Stadtentwicklungsausschusses bei deren jüngster Sitzung.

Demnach gebe es das Baugesetzbuch neuerdings aber her, dass der Plan bei einem solchen Vorgang mit Blick auf reines Wohnen nur noch angepasst werden müsse. Flächen indes für andere Nutzung frei zu halten, biete sich auf dem betroffenen Gelände nicht an.

Stauffenbergstraße würde zur Seestraße hin verlängert werden

Das Areal wird im Süden von der Seestraße begrenzt, im Westen von der Stauffenbergstraße, im Norden von einem Wäldchen und im Osten vom der Bebauung, die Birkenwäldchen genannt wird. Die dortige Privatstraße würde erhalten bleiben. Nur für Fußgänger und Radfahrer ist eine Verbindung vorgesehen.

Die Stauffenbergstraße jedoch, bislang nach Süden hin Sackgasse, soll mit der Seestraße verbunden, also verlängert werden. Einige Bäume sind dafür zu fällen.

Neue Planung soll flexiblere Möglichkeiten bieten

Zudem ist ein Grundstück schon jetzt für eine vergleichsweise größere Bebauung gedacht, etwa für Seniorenwohnen. „Beißt sich das nicht mit dem Seniorenwohnpark nebenan?“, wollte Manfred Michaelis (SPD) wissen. „Die Nachfrage ist ja da, die damit dann abgedeckt werden kann“, entgegnete Bauamtsleiterin Katharina Iredi: „Wir haben derzeit keine Flächen, die wir sonst anbieten könnten, wenn jemand mit so einem Anlegen käme.“ Und sie sehe den Vorteil dieser Planung vielmehr darin, „flexibel“ zu sein. „Es muss ja nicht so kommen.“

Der Plan bedeutet aber auch, dass zwei Vollgeschosse möglich wären und erst dann das Dach – anders als bei den bisherigen Flächen im Wohngebiet mit einer Ausnahme am Eichenweg. Die Bauamtsleiterin sprach dabei von einer „Tendenz hin zur Stadtvilla“. Derzeit wäre solcher Wunsch in Kyritz „schwierig umzusetzen“. Auf dem Areal aber könnte die Stadt dann eine gewisse „gestalterische Freiheit“ anbieten.

Von Matthias Anke