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Ostprignitz-Ruppin Neuer Vorstoß zur Schulfusion
Lokales Ostprignitz-Ruppin Neuer Vorstoß zur Schulfusion
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06:31 15.10.2014
Die Puschkin- und die Fontaneoberschule könnten bald unter einem Dach beheimatet sein.
Die Puschkin- und die Fontaneoberschule könnten bald unter einem Dach beheimatet sein. Quelle: Stefan Sauer
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Neuruppin

Die Neuruppiner Puschkin-Oberschule muss jährlich die Bewerbungen von 30 bis 50 Kindern ablehnen. Nicht etwa, weil die Mädchen und Jungen zu schlecht für die Schule wären. Vielmehr gibt es in dem sanierten Altbau in der Puschkinstraße schlicht zu wenig Platz, um eine oder gar zwei weitere Klassen aufmachen zu können. Darauf hat am Montagabend der Bündnisgrüne Helmut Kolar beim Haupt- und Finanzausschuss aufmerksam gemacht.

Kolar, lange Schulrat beim Staatlichen Schulamt in Perleberg, sprach sich deshalb erneut dafür aus, schon jetzt das Zusammenlegen von Puschkin- und Fontaneoberschule am Standort der Fontaneschule im Neubaugebiet vorzubereiten. "Ich will nicht, dass erneut bis zu 50 Kinder an der Puschkinschule abgelehnt werden." Schließlich sei das nicht gut für die Lernmotivation der Abgewiesenen, wenn sie nicht an ihre Wunschschule kommen, so Kolar.

"Es ist schrecklich, wenn so viele Kinder von der Puschkinschule abgelehnt werden", stimmte Heinz Stawitzki (CDU) zu. Der CDU-Mann begrüßte den Vorschlag von Kolar. Schließlich wolle jedes Kind in eine besondere Schule. Auch Neuruppins Sozialdezernent Thomas Fengler fand Gefallen an dem Vorstoß. "Es können ja beide Schulen bestehen bleiben. Aber das geht nur im Gebäude der Fontaneschule." Dagegen wehren sich jedoch seit Monaten Schüler, Eltern und Lehrer. Sie befürchten, dass die Schulen damit auf lange Sicht fusioniert werden sollen. Dabei arbeiten beide nach einem anderen Konzept: Die Fontaneoberschule bietet ein kooperatives Modell an, die Puschkinoberschule ein integratives. Die Linken hatten sich der Sorgen angenommen und beantragt, dass der Standort der Puschkinschule keinesfalls im Schuljahr 2015/16 aufgegeben werde. Dafür hatte sich vor einer Woche der Schul- und Sozialausschuss in einer Sondersitzung ausgesprochen. Auch beim Haupt- und Finanzausschuss am Montagabend stand dieser Punkt auf der Tagesordnung - und wurde mit drei Ja-Stimmen bei fünf Enthaltungen und einer Gegenstimme bestätigt. Die Entscheidung dazu fällt allerdings erst in der Stadtverordnetenversammlung am 3. November.

Der Vorstoß von Helmut Kolar soll auf Vorschlag von Ausschusschef Ronny Kretschmer (Linke) zunächst im Schulausschuss debattiert werden. "Wir wollen eine Diskussion, ohne den Schulfrieden zu gefährden", so Kretschmer. Zudem gäbe es vielleicht auch noch andere Möglichkeiten, um mehr Platz für die Puschkinschule zu schaffen. Der Linke verwies auf die benachbarte Pestalozzi-Förderschule. Diese befindet sich allerdings in Trägerschaft des Landkreises und nicht in der von der Stadt.

Von Andreas Vogel

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